Es kommt darauf an, wo man Abitur macht
Die Universität Bremen hat den Zusammenhang von Abiturnote und Studienerfolg anhand ihrer eigenen Studenten untersucht. Mit laut Konrektor Thomas Hoffmeister "erschreckender Tendenz".

Herr Hoffmeister, würden Sie Ihre Kinder noch auf eine Bremer Schule schicken?
Zwei meiner Kinder gehen auf Bremer Schulen. Aber ich weiß, auf welche Schlagzeile Sie hinauswollen: Wer in Bremen die Schule besuchen muss, weil seine Eltern da leben, hat deutlich geringere Chancen auf einen erfolgreichen Studienabschluss. So platt kann man das aber nicht formulieren. Die Tendenz allerdings, die wir in unseren Analysen gefunden haben, ist schon erschreckend.
Sie sind Konrektor für Lehre und Studium der Universität Bremen und haben bei der Verwaltung eine brisante Auswertung in Auftrag gegeben. Ihre Leute sollten herausfinden, wie erfolgreich junge Menschen durchs Studium kommen – abhängig vom Bundesland, in dem sie Abitur gemacht haben.
Die Fragestellung lag in der Luft. Seit vielen Jahren liegt Bremen in fast allen nationalen und internationalen Schulleistungsvergleichen hinten, früher bei der Pisa-Studie, jetzt beim IQB-Bildungstrend. Wir haben uns gefragt, welche Folgen das für den Studienerfolg hat.
Beziffern Sie diese Folgen doch bitte einmal.
Ich muss vorwegschicken, dass wir nur eine Korrelation beschreiben: Welche Abiturnote geht mit welchem Studienverhalten ...
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