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Von der Uni an die Brennpunktschule

Seit zehn Jahren gibt es die Initiative Teach First: Uniabsolventen helfen an Schulen. Was die einen loben, kritisieren andere scharf. Wer hat recht?

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Artikelbild: Von der Uni an die Brennpunktschule

Carolin Ahlers hat einen Master in Nachhaltigkeitswissenschaft, jetzt aber bringt sie erst einmal Avin, Asmaa, Asraa, (v.l.) und anderen Schülern etwas bei . (Foto: JMW).

DAS KÖNNTE WAS für dich sein, hatte ein Freund gesagt und ihr den Link geschickt. Doch als Carolin Ahlers auf die Website von Teach First Deutschland klickte, kamen ihr Zweifel. Sie? Den ganzen Tag mit irgendwelchen Kids? "Ich bin doch eher der Typ fürs Konzeptionelle", sagte sie sich. Das war 2016.

Mittlerweile arbeitet Ahlers, 29, seit bald zwei Jahren im Programm von Teach First, als eine von deutschlandweit 169 Fellows, die an Schulen für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen. Denn das ist der Auftrag, den sich Teach First gegeben hat: zu mehr Gerechtigkeit beitragen in einem Land, das seine Bildungschancen immer noch stark anhand der sozialen Herkunft verteilt. Deshalb verteilt die Initiative ihre Fellows überall dorthin, wo der Anteil benachteiligter Schüler besonders hoch ist. Und deshalb kniet Carolin Ahlers an diesem Januartag auf dem Linoleumfußboden eines Klassenzimmers in Oranienburg bei Berlin und formt aus Klebestreifen einen überdimensionierten Apfel.

Was das soll? Das fragen sich auch die 13 Schüler, die vor Ahlers sitzen: neun Jungs und vier Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren. Sie stammen aus Iran, aus Tschetschenien, aus ...

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Kommentare

#1 -

Johanna Heuveling | Mi., 13.02.2019 - 09:12
Vielen Dank für diesen spannenden Beitrag. Ich bin mit Teach First in Kontakt gekommen als wir ein Kommunikationskonzept für sie angefertigt haben. Die Arbeit von den Fellows ist super und findet überall Anklang. Aber viele Absolventen, die wir gesprochen haben, waren von dem Begriff "Leadership" irritiert. Das passte für sie nicht zusammen mit der sozialen Ausrichtung. Die Idee für Teach First stammt eben ursprünglich aus den USA, wo man mit dem Leadership-Gedanken weniger Probleme hat. Ich habe mich gewundert, dass sie das nicht anpassen an die deutsche Empfindsamkeit.

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