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Den Forschungs-Aufbruch im Osten fördern

Die TU Dresden hat als einzige Ost-Uni eine Chance auf die Exzellenzkrone. Die Forschung im Osten braucht spezielle Förderformate.

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Artikelbild: Den Forschungs-Aufbruch im Osten fördern

Foto: Steve Buissinne / pixabay - cco.

AM VERGANGENEN MITTWOCH hat die Bundesregierung ihren Zwölf-Punkte-Plan vorgelegt, wie sie das weitere Auseinanderdriften der Regionen verhindern will. Vorher hatte die Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" der Bundesrepublik gewaltige Disparitäten bescheinigt, von der Wirtschaftskraft über die Altersstruktur und den Anteil der Hartz-IV-Bezieher bis hin zur Breitbandversorgung.

Neue Forschungseinrichtungen und Behörden zum Beispiel sollen künftig vor allem in benachteiligten Regionen entstehen, auch Hochschulen sollen durch "aktive Strukturpolitik" in die Peripherie gelockt werden. Die versprochenen Maßnahmen sollen sich nach dem Bedarf richten, nicht nach der Himmelsrichtung.

Vier Ost-Länder gehen von vornherein leer aus

Besonders, was die Wissenschaftspolitik angeht, scheint diese Ansage Sorgen bei ostdeutschen Politikern auszulösen. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring etwa hatte noch kurz vor der Veröffentlichung des Plans erneut dezidiert mehr Forschungsgelder für Ostdeutschland verlangt.

Aus gutem Grund: Diesen Freitag küren Bund und Länder elf Exzellenzuniversitäten. Von denen, das steht schon jetzt fest, keine einzige aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Thüringen kommen wird. Allein Sachsen und die TU Dresden befinden sich noch im Feld der 19 Kandidaten.

Die Entscheidung fällt die ...

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Kommentare

#1 -

kaum | Mo., 15.07.2019 - 16:09
Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Universitäten lässt sich einiges sagen. Die Sache ist weder einfach noch schnell oder mit mehr Förderung zu erreichen. Wie immer sind es mehrere Faktoren, die zusammenkoommen. M.M.n. sind es fünf wesentliche Faktoren:



1. Standort/Lage der Universitäten: Kaum naheliegende Kooperationsfähige Universitäten/außeruniversitäre Einrichtungen; kaum Industrie



2. Grundausstattung: An der Universität, an der ich derzeit tätig bin, fehlen 200 Mio. EUR Grundausstattung/Haushaltsmittel, um auf einen bundesdeustchen Durchschnitt zu kommen. (Hier könnte man fast fragen, ob nach Input-/Output-Relationen, die ostdeutschen Universitäten sogar sehr gut sind...)



3. Bedingungen der Nachwendezeit: Kriterium bei der Besetzung war der Aufbau der Universität; zudem wurden ...

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