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Was die Sommerloch-Debatte zum Zentralabi bewirken muss

Über die Debatte ums Zentralabitur sind die Länder zu Recht genervt. Die Krise des Bildungsföderalismus müssen sie trotzdem lösen.

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Artikelbild: Was die Sommerloch-Debatte zum Zentralabi bewirken muss

Foto: Moos-Media/Pixabay.

ES IST JA SCHÖN, dass während des Sommerlochs zur Abwechslung ein bildungspolitisches Thema Karriere macht. Aber langsam ist es dann auch mal gut. Anfang Juli hat Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann über das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND ) verkündet: "Wir brauchen in fünf bis zehn Jahren ein zentrales Abitur."

Zentral? Abitur? Solche Begrifflichkeiten lösen in Deutschland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit heftige Reflexe aus, denn sie öffnen gleich zwei emotionale Schubladen: die mit dem Föderalismus und die, wo das Gymnasium drinsteckt.

Flammende Plädoyers

Das hatte Eisenmann, die 2021 für die CDU Ministerpräsidentin werden will und ein wenig Aufmerksamkeit für ihren noch relativ neuen Spitzenkandidaten-Status braucht, sicherlich einkalkuliert. Aber wahrscheinlich ist sie selbst erstaunt, wie gründlich das mit dem Debattenanstoß geklappt hat.

Alle, die der Meinung sind, sich irgendwie mit dem Thema profilieren zu können, tun das auch, manche mehrfach. Der Lehrerverband. Der Philologenverband. Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder ("Zentralismus führt immer nur zu einer Schwächung"). OECD-Pisa-Papst Andreas Schleicher ("Eine Frage der Fairness"). FDP-Chef Christian Lindner (Der aktuelle Bildungswettbewerb sei "aus der Zeit gefallen"). Zu ...

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Kommentare

#1 -

Edith Riedel | Mo., 29.07.2019 - 11:09
"Denn in der Öffentlichkeit hat sich längst eine für den Bildungsföderalismus fatale Wahrnehmung festgesetzt: dass sich die Abi-Anforderungen von Bundesland zu Bundesland massiv unterscheiden":

Das ist leide rmehr als nur eine Wahrnehmung: das ist so, und zwar schon seit Jahrzehnten. Die Universitäten können ein Lied davon singen...

#3 -

Carsten von Wissel | Di., 30.07.2019 - 13:18
Tue mich regelmäßig schwer den Ertrag des real existierenden Bildungsföderalismus zu sehen.
Priens Statement fand ich unüberzeugend und es kann doch nicht ernsthaft im Job-Enrichment für Bildungsbprokraten gehen.
Wie auch immer, diese "wir-machen es-halt-unterschiedlich-weil-wir-es-können-Sache" ist doch kein belastbares Konzept.

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