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Wer sagt hier zentral?

Karliczek, Söder, Eisenmann: Was die Debatte übers Abitur verrät und warum die Länder jetzt die letzte Chance haben, ihren Bildungsladen selbst in Ordnung zu bringen. Ein Essay.

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Artikelbild: Wer sagt hier zentral?

Foto: congerdesign / pixino - cco.

BAYERNS MINISTERPRÄSIDENT Markus Söder widerspricht Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann – und zeigt mit wenigen Sätzen, dass er ihren Vorschlag nicht verstanden hat. Ein Zentralabitur werde es mit der CSU nicht geben, sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) . Zentralismus führe immer nur zu einer Schwächung. Und: "Mit der Grundidee, dass ein Abitur aus Berlin gestaltet wird, tun wir uns keinen Gefallen."

Die CDU-Politikerin Eisenmann hatte vergangene Woche mit ihrer Wortmeldung für Furore gesorgt. "Wir brauchen in Deutschland innerhalb von fünf bis zehn Jahren ein zentrales Abitur und auch für andere Schulabschlüsse zentrale Prüfungen", sagte sie, ebenfalls dem RND . Am Ende müsse es nicht nur deutschlandweit dieselben Prüfungsaufgaben geben, "sondern auch einheitliche Regeln dafür, welche Fächer ins Abitur eingebracht werden".

Von einem aus Berlin gestalteten Abitur sagte Eisenmann nichts. Zu Recht. Denn das, was sie da beschreibt, sind keine Schulabschlüsse, die von einer übergeordneten Bundesmacht dekretiert werden. Sie will, dass sich die Länder von selbst und aus eigener Stärke heraus auf Standards ...

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Kommentare

#1 -

Thomas Höhmann | Mi., 10.07.2019 - 16:41
Es ist wie bei den Olymischen Spielen: wenn bei den Teilnehmern mancher Länder Doping erlaubt ist, das bei anderen streng geahndet wird, dann interessiert man sich eben weniger für den Medaillenspiegel.

#2 -

Eva-Maria Stange | Fr., 12.07.2019 - 14:55
Das Bundesverfassungsgericht hat die Länder aufgefordert die Vergleichbarkeit des Abiturs zu erhöhen. Das steht im engen Kontext des Staatsvertrages über die Hochschulzulassung. Ausgangspunkt war die Medizin. Es trifft aber eigentlich für alle n.c. Fächer zu, wenn der Zugang zu den HS fair sein soll. Wenn das nicht gelingt, wächst in den HS der Druck mit eigenen Auswahlkriterien wie in anderen Ländern den HS Zugang zu regeln. Regelmäßig zu Ferienbedingt die Debatte über ein Zentralabitut zu führen, ermüdet nur und lässt den Willen zur Einigung mich erkennen. Man muss nur nach Kanada - einem ähnlich föderalem Land wie D - blicken, ...

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