Was wird aus uns?
Ausländische Studenten sind von der Coronakrise in besonderer Weise betroffen. Müssen viele von ihnen jetzt ihr Studium abbrechen? Und was tut die Politik?

Warten in der Ausländerbehörde (Symbolbild). Foto: Renatotcm/Wikimedia, CCO .
DER BRIEF IST schon zwei Wochen alt. Vier eng bedruckte Seiten, in denen das ganze Elend ausländischer Studenten in Deutschland beschrieben wird, von denen viele von einem Tag auf den anderen nicht mehr wissen, wovon sie sich das Nötigste zum täglichen Leben bezahlen sollen. Sie stecken in einer Situation, die um ein Vielfaches dramatischer ist als bei den meisten ihrer deutschen Kommilitonen. Das Schreiben, verfasst vom Bund ausländischer Studierender (BAS), ging an alle Innen- und Wissenschaftsminister der Länder und des Bundes. Passiert ist seitdem: fast gar nichts.
Viele ausländische Studierende seien durch die Coronakrise gleich doppelt betroffen, schreibt der BAS : "...durch ihre eigene Situation in Deutschland und teilweise durch die Situation ihrer Eltern und Verwandten in den Heimatländern, die unter Umständen noch erdrückender ist." In China zum Beispiel, im Iran oder in Italien. Durch den gesellschaftlichen Shutdown fielen viele Studenten- und Aushilfsjobs weg, mit denen die ausländischen Studierenden bislang ihr Studium finanziert hätten. Und ihren Familien, die selbst vielfach schwer von der Krise getroffen seien, gingen Einkommensquellen verloren.
Doch während die Bundesregierung bei den inländischen Studenten kurzfristig reagiert und die ...
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