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Die Bereitschaft zu helfen ist wirklich bemerkenswert

Frank Wissing vom Medizinischen Fakultätentag über Medizinstudenten im Kampf gegen das Coronavirus, den Streit um die Verschiebung des Staatsexamens und die Forderung nach mehr Studienplätzen.

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Artikelbild: Die Bereitschaft zu helfen ist wirklich bemerkenswert

Frank Wissing ist Generalsekretär des Medizinischen Fakulätentages (MFT) in Berlin. Foto: MFT.

Herr Wissing, Deutschland kämpft gegen die Corona-Pandemie, Tausende Medizin-Studierende haben sich freiwillig gemeldet. Wo werden sie eingesetzt?

Die Dinge entwickeln sich so schnell, dass uns an vielen Stellen der genaue Überblick fehlt. Es gibt regionale und nationale Online-Portale, wo sich Studierende und potenzielle Einsatzstellen registrieren können. Allein bei den medizinischen Fakultäten haben sich über 17.000 Freiwillige gemeldet, auch der Bundesverband der Medizinstudierenden spielt bei der Vermittlung eine herausragende Rolle. Wer wie und wo helfen kann – in Kliniken, in Arztpraxen, bei Corona-Beratungsstellen, an Telefonhotlines – hängt auch von den Vorerfahrungen neben dem Studium ab. Einer Zusatzausbildung zur Rettungskraft zum Beispiel oder den Pflegepraktika im Krankenhaus. Insgesamt aber kann man nur sagen: Die Bereitschaft zu helfen ist wirklich bemerkenswert.

"Für die Studierenden gelten dieselben strengen Sicherheitsvorgaben."

Deutschlandweit fehlt es an Schutzkleidung und Schutzmasken. Gehen die Helfer selbst ein Risiko ein?

Wo immer es um den direkten Kontakt mit Menschen geht, gelten für Studierende dieselben strengen Sicherheitsvorgaben ...

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Kommentare

#1 -

Michial | Mi., 15.04.2020 - 16:13
Ich möchte, als Student einer baden-württembergischen, medizinischen Fakultät im derzeit 10. Semester, etwas zu der derzeitigen Thematik beitragen.

Es geht dabei um die Passage zur Verschiebung des M2 sowie die Gesamtkonstellation, die sich uns Studenten momentan bietet.



Wie sieht die studentische Hilfsbereitschaft aus?

Die Fakultäten Baden-Württembergs haben aus dem Boden Online-Tools geschaffen, wo sich Studierende eintragen können. Der Mannheimer morgen schrieb am 07.04 dazu: "In Ulm meldeten sich 690 Studenten, in Mannheim 590, in Tübingen 1200, in Heidelberg 1140 und in Freiburg 1408."

Das sind immense Zahlen. Einige haben bereits Arbeitsverträge unterschrieben. Ich stimme zu, dass die Nachfrage noch nicht ...

#2 -

Michial | Mi., 15.04.2020 - 16:14
Noch einen kurzen Nachtrag (Bitte den anderen Kommentar zuerst lesen)



Die weitere Entwicklung sieht nun so aus, dass das verschobene M2-Examen mit dem nachfolgenden Jahrgang geschrieben werden soll - mit den exakt gleichen Fragen. Es werden zwar angepasste Lernpläne kommen, aber das war's auch schon mit der inhaltlichen Adaptation. Das dafür zuständige IMPP hat eine entsprechende Analyse hochgeladen, die dieses Vorgehen relativiert und Chancenungleichheiten abweist. Man sei gesetzlich dazu gezwungen, eine einheitliche Prüfung zu stellen. Über den Ansatz, pro und contra, kann sich ja jeder selbst eine Meinung bilden. Wenn in dem Statement aber schon die Rede ist, dass Studierende ...

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