Direkt zum Inhalt

Weil nicht alles ist wie immer

Die Erwartungen an den informellen Schulgipfel im Kanzleramt gestern Abend waren hoch. Und nein, es folgte keine totale Enttäuschung. Trotzdem ist das, was Konkretes herauskam, angesichts der Lage zu wenig.

DAS REICHT NICHT. Wenn man die Statements aus dem Bundeskanzleramt und aus der Kultusministerkonferenz (KMK) verfolgt, könnte man fast denken, es herrschten Zeiten wie sonst auch.

Dabei hatte es vor dem zweiten informellen Schulgipfel mit Kanzlerin Merkel, diesmal unter Beteiligung aller Kultusminister, hohe Erwartungen und, zumindest auf Seiten der Länder, hochfliegende Pläne gegeben . Ein Signal, so hofften auch Bildungsexperten, Lehrer- und Elternverbände, sollte von Berlin ausgehen: dass die Unterstützung der Schulen und ihre technologisch-didaktische Weiterentwicklung höchste Priorität in und – ganz wichtig – auch nach der Coronakrise hat.

Doch was Regierungssprecher Steffen Seibert dann im Anschluss an das Treffen gestern Abend zu berichten hatte, klang einfach nur nach routiniertem Verwaltungshandeln. Sieben "Handlungsstränge" seien identifiziert worden, darunter "ein weiterer zügiger Ausbau" der Breitbandanschlüsse für alle Schulen, die Ausstattung aller Lehrkräfte und "bei Bedarf" von Kindern mit Laptops oder Tablets (für zweimal 500 Millionen Euro) sowie die Beteiligung des Bundes an Ausbildung und Finanzierung von IT-Administratoren in den Schulen (für nochmal 500 Millionen). Bei ersterem ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

AndreasBade, Berlin | Mi., 23.09.2020 - 17:54
Eine kleine Anekdote als Ergänzung. Ein befreundeter Lehrer hat einen Klassensatz (25) Endgeräte für Schüler beantragt. Bewilligt und sofort geliefert wurden dann 18.

Keine Chance auf weitere Geräte. Schilda lässt grüßen. Da wiehert der Amtsschimmel.



Insgesamt geht es bei allem guten Willen in Teilen viel zu

langsam. Vor sechs- acht Wochen wurde der Präsenzunterricht wieder aufgenommen und heute trifft man sich zu einem Fachgespräch zur Lüftungshygiene.

Ab Morgen wird es übrigens extrem kühl. Wie sich da ständiges Querlüften mit der Gesunheit unserer Kinder vereinbaren lässt ist mir ein Rätsel.

#2 -

Lehrerkind | Do., 24.09.2020 - 12:11
Auch mit Masken für die Lehrkräfte läuft es nicht wirklich gut. Die Lehrer*innen erhalten von ihren Dienstherren keine Masken gestellt, es gebe Lieferschwierigkeiten. Seit Monaten leben wir in einer Pandemie, die Schulen sollen offen sein, aber Masken für die Lehrer können nicht organisiert werden. Wertschätzung und Sorge für Arbeitnehmer*innen scheint keine Priorität zu sein.

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Wie sind die Zahlen?

Diese Woche haben sich die Regierungschefs von Bund und Ländern über neue Corona-Maßnahmen verhandelt. Parallel reißen die Debatten über die Rolle von Kitas und Schulen in der Pandemie nicht ab. Was aber lässt sich aus der aktuelle Corona-Statistik herauslesen?


  • Artikelbild: Schulen schließen, damit die Gesellschaft weitermachen kann wie bisher? Umgekehrt muss es laufen!

Schulen schließen, damit die Gesellschaft weitermachen kann wie bisher? Umgekehrt muss es laufen!

KMK-Präsidentin Stefanie Hubig über den Coronaschutz in Schulen, die Digitalisierungsprogramme von Bund und Ländern – und Bildungsaufgaben, die über die Pandemie hinausreichen.


  • Unter welchen Umständen Schulschließungen Sinn ergeben...

Unter welchen Umständen Schulschließungen Sinn ergeben...

...und warum sie es so, wie manche es vorhaben, ganz sicher nicht tun. Eine Analyse angesichts der losrollenden zweiten Corona-Welle.