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New Learning bildungspolitisch verankern

Wie muss Lernen neu gedacht werden, um Menschen für das Leben in einer digitalisierten Gesellschaft auszurüsten? Ein Gastbeitrag zum "Hagener Manifest" von Ada Pellert.

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Artikelbild: New Learning bildungspolitisch verankern

Ada Pellert ist Wirtschaftswissenschaftlerin und seit 2016 Rektorin der Fernuniversität Hagen.

Foto: Volker Wiciok/FernUniversität.

DIE REPUBLIK DISKUTIERT über Hybridunterricht und darüber, welche technische Ausstattung und welche pädagogischen Konzepte dafür geeignet sind. Das ist erfreulich. Denn die Diskussion spiegelt den Kern einer Initiative wider, die uns auch an der FernUniversität in Hagen bewegt: Das Lernen neu zu denken. Unter dem Schlagwort New Learning wollen wir diskutieren, wie zeitgemäßes Lernen aussieht, wie wir es weiterentwickeln können und vor allem weiterentwickeln müssen – nicht als Notlösung in der Corona-Pandemie, sondern als Notwendigkeit und Reaktion auf einen digitalen Transformationsprozess, der schon die Arbeitswelt und unser Leben revolutioniert hat. Unser Bildungssystem hingegen – das hat Corona gezeigt – kommt mit den notwendigen Veränderungsprozessen viel zu langsam voran.

Gemeinsam mit Bildungsfachleuten, mit Forscherinnen und Forschern der FernUniversität, Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft haben wir in einem Positionspapier, dem Hagener Manifest , Ideen und Ansätze zu New Learning zusammengetragen: Es geht uns vor allem darum, die Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen und sie zu befähigen, in ihrer ...

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Kommentare

#2 -

Gerd Faulhaber | Di., 22.12.2020 - 19:54
Solche Manifeste bringen mich auf die Palme. Anmaßend in den Zielen und abwertend gegenüber dem Status quo gleichermaßen.

Im Übrigen ließe sich damit ein Bildungs-Bullshit-Bingo locker erstellen:

- New Learning

- Lernen neu denken

- digitale Transformation

- lebenslang lernen

- Vernetzung neu denken

- Governance

- Disruption (darf auf keinen Fall fehlen)

- Versäulungen und Segmentierungen

- adaptive Technologien

- usw, usw

Tut mir Leid, aber so macht man eine im Grunde gute Idee kaputt.

#3 -

Joachim Rennstich | Di., 22.12.2020 - 23:58
Danke für den Beitrag. Der Link unten ist nicht korrekt. Der müsste lauten < https://www.fernuni.de/hagener-manifest>. Ich bin genau so begeistert wie viele von neuen Lehrvermittlungs- und Lernmöglichkeiten. Allerdings fällt mir auch immer wieder auf, wie wichtig es ist, Old Learning Kompetenzen als Basis für New Learning sicherzustellen. Wer Erklärvideos als Erweiterung zur eigenständigen Auseinandersetzung mit Texten nutzt, wird den eigenen Lernerfolg stark vertiefen können. Wer denkt, das wäre eine Abkürzung zum Wissensgewinn, irrt gewaltig. Den Film gucken hat noch nie das Buch lesen ersetzt. Für manche Klausur mag es dann mehr als gereicht haben. Und das ist auch bei uns ...

#4 -

F. Wehmayer | Do., 24.12.2020 - 10:47
@J.Rennstich: Schreiben Sie doch einfach mal mit Begriffen im Deutschen, was Sie meinen. "Data literacy" heißt ja wohl "Datenkompetenz", aber was ist "Data Literacy im Tandem mit einer erweiterten Informations Literacy"? "New learning" kann ja nicht aus einem Gebräu von Englisch und Deutsch bestehen.

#5 -

Bernd Käpplinger | Mi., 30.12.2020 - 22:41
Mir erschießt sich nicht das wirklich Neue an dem Manifest und auch diesem Text? Dass Lernende im Mittelpunkt stehen sollen, wird schon seit Dekaden gefordert und gehört quasi zum Grundwortschatz pädagogischer Folklore. Bringt uns das wirklich weiter, wenn man diese Folklore nun noch mit dinglischen Begriffen modernistisch garniert und mit Digitalisierungsappellen abschmeckt?

Amüsanter fand ich da denn Hinweis von dem Kommentator Herrn Faulhaber hier in der Kommentarleiste mit "Bildungs-Bullshit-Bingo".

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