Hoffentlich gibt's unbequemen Rat für die Kultusminister
Die Wissenschaftler, die die KMK in der neuen "StäWiKo" beraten, sollten klare Verhältnisse schaffen – und dafür sorgen, dass sich dieselben Miseren nicht wiederholen.

WENN ES GUT LÄUFT mit der "StäWiKo", dann werden einige Kultusminister bald bereuen, dass sie deren Gründung zugestimmt haben.
Die frisch berufene " Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz " soll die Bildungspolitik beraten. Frei von allen Weisungen sollen ihre 16 Mitglieder öffentlich Reformvorschläge für ein besseres Bildungssystem vorlegen. Inmitten der vielleicht größten Krise des Bildungsföderalismus eröffnet sich hier die Chance zu einem bildungspolitischen Aufbruch, mit der nach dem Abschuss des zuvor geplanten Nationalen Bildungsrats durch Bayern & Co kaum noch zu rechnen war.
Kürzlich ist die StäWiKo zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen, sie hat mit Olaf Köller und Felicitas Thiel zwei herausragende Bildungswissenschaftler zu ihren Vorsitzenden gewählt.
Schnell Unabhängigkeit sichern
Und so neu die Kommission ist, sie hat nur ein kurzes Fenster, um die ihr auf dem Papier zugesicherte Unabhängigkeit gegenüber der Politik abzusichern, mit anderen Worten: von Anfang an klare Verhältnisse zu schaffen. Denn schon jetzt scheinen einige Kultusminister zu denken, sie könnten bei der StäWiKo bestellen, was diese zu empfehlen hat und ...
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