Zehn Jahre danach
Was aus der Willkommenskultur wurde. Eine Serie in fünf Teilen. Teil 3.

Der Migrationsforscher Rainer Bauböck sagte 2015, in zehn Jahren würden die Menschen Angela Merkel danken, weil die Aufnahme der Flüchtlinge nicht nur humanitär richtig, sondern auch zum Vorteil des Wirtschaftsstandorts Deutschland gewesen sei. Zehn Jahre danach, das ist jetzt. Haben wir das Potenzial genutzt – oder es verstreichen lassen?
Ein Schlüssel liegt in der Bildung. Knapp 700.000 Kinder und Jugendliche sind zwischen 2015 und 2020 nach Deutschland geflüchtet, meist ohne Deutschkenntnisse. Die gute Nachricht: In den Kitas und Schulen kamen sie deutlich besser an, als viele erwartet hatten. Das zeigte die große ReGES-Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe, über deren Ergebnisse ich 2021 mit Projektleiterin Jutta von Maurice besprach. Sie sagte: "Die Kitas und Schulen haben viel geleistet." Aber sie fragte zugleich: Was wird nach der Schule aus den Jugendlichen, und welche Rendite bringt ihre Bildung langfristig – für sie selbst und für die Gesellschaft? Die Antwort hängt von unser aller Offenheit ab. Teil 3 meiner Serie "Zehn Jahre danach: Was aus der Willkommenskultur wurde" blickt auf die Integrationsleistung des deutschen Bildungssystems – und auf die Lücken, die bleiben. Aber lesen Sie selbst.
05. Juli 2021
Die Kitas und Schulen haben viel geleistet
Die Integration geflüchteter Kinder und Jugendliche in Deutschlands Bildungssystem hat nach 2015 besser geklappt, als viele es befürchtet haben, sagt Jutta von Maurice vom Leibniz-Institut für ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen