Verschieben, weil die Ergebnisse nicht passen?
Die Bildungsministerkonferenz will die Veröffentlichung einer neuen Bildungsstudie auf den letzten Drücker verschieben – auf unbestimmte Zeit. Ein beispielloser Vorgang, der, sollte es wirklich dazu kommen, die Zweifel am Umgang der Politik mit der Bildungskrise weiter nähren würde.

Bild: freepik.
EIGENTLICH WAR ALLES ROUTINE. Am kommenden Freitag sollte der neue IQB-Bildungstrend vorgestellt werden, die große Leistungsstudie zu Mathematik und den Naturwissenschaften in der Sekundarstufe I. Wie immer würden die Bildungsministerinnen und Bildungsminister die Ergebnisse bei ihrer Sitzung am Vortag präsentiert bekommen – um sie anschließend zu veröffentlichen. So war es geplant, so ist es üblich.
Doch daraus wird womöglich nichts. Wie mehrere Quellen bestätigten, plant die Bildungsministerkonferenz (BMK) die Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Eine offizielle Begründung liegt bislang nicht vor.
Nach Angaben von IQB-Direktorin Petra Stanat wurde ihr am 6. Oktober mitgeteilt, dass die BMK "die Veröffentlichung des IQB-Bildungstrends 2024 voraussichtlich verschieben möchte". Ein Grund sei ihr nicht genannt worden, ebenso wenig ein neuer Termin. Die Überlegung habe sie "überrascht", da dies "vom eingespielten Prozedere abweichen würde".
Diskussion ja – Veröffentlichung nein
Innerhalb der BMK würden die Ministerinnen und Minister die Ergebnisse zwar dennoch diskutieren – allerdings nicht öffentlich. Ein Plan, der, ...
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Kommentare
#1 - Ungeschickt
Schon alles sehr ungeschickt, zumal die Öffentlichkeit ja die katastrophalen schulischen Leistungsbilanzen längst achselzuckend zur Kenntnis nimmt.
Fakt ist, dass die Schulen in Berlin, NRW und anderswo jeden Leistungsanspruch aufgegeben haben. Dass das immer noch vehement bestritten wird, ist das eigentlich Lustige. Im Fach Deutsch z. B. im symbolträchtigen Bereich Orthographie. Anekdote: Kind schreibt in Klasse 5 Gymnasium eine Arbeit ohne geregelte Groß- und Kleinschreibung und mit Worten wie "aTag" für "am Tag". Note 1-. Kompetenzorientierung eben.
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