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Was macht eigentlich die Berliner Hochschulbaugesellschaft?

Berlin will seine baufälligen Hochschulbauten mit einer eigenen Baugesellschaft sanieren. Dieser Plan macht nach Monaten Fortschritte, doch währenddessen verfällt so manches Gebäude weiter.
Fassade des Hauses Invalidenstrasse 110 mit Gerüst und Bauplane.

Wann geht es weiter mit der Sanierung des Schandflecks Invalidenstraße 110? Foto: Jan-Martin Wiarda.

DREI MILLIONEN EURO. Vielleicht auch vier. So viel muss die Humboldt-Universität (HU) jedes Jahr zusätzlich an Miete zahlen, weil die Berliner Landesregierung die Renovierung eines der größten HU-Gebäude nicht hinbekommt. "Extrem unzufrieden" sei sie, sagt Präsidentin Julia von Blumenthal, dass es an der Invalidenstraße 110 nicht vorangehe, "obwohl der Senat die Baustelle sogar zum Pilotprojekt erklärt hat."



Ecke Chausseestraße, an einer der meistbefahrenen Kreuzungen in Berlin-Mitte: Plastiknetze verbergen gnädig hundert Meter Plattenbaufassade und lange Reihen blinder Fenster, wo bis 2022 die Philologien und das zentrale Sprachenzentrum saßen. Fünf Stockwerke, vor bald vier Jahren leergeräumt, weil endlich die dringend benötigte Generalsanierung begann. Doch im Sommer 2024 war Schluss: Kein Geld mehr, teilte die Finanzverwaltung mit.

Ein Beispiel nur, allerdings ein besonders prominentes, für die Misere, die aus geschätzten acht Milliarden Euro Sanierungsstau an den Berliner Hochschulen und einer massiven Überbürokratisierung besteht. Mindestens drei Senatsverwaltungen – Wissenschaft, Finanzen und Stadtentwicklung – mischen mit beim Hochschulbau, ein Zuständigkeitswirrwarr zwischen Behörden und ...

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