Direkt zum Inhalt

Ferien treiben den Corona-Anstieg

In den Bundesländern, wo Urlaub herrscht, klettern die Infektionszahlen deutlich schneller als im Rest der Republik. Und: Wo noch Schule ist, stecken sich weniger Kinder an. Eine aktuelle Bestandsaufnahme.

1. Das Wachstum beschleunigt sich dramatisch

In der gestern zu Ende gegangenen Kalenderwoche 28 registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) nach vorläufigen Zahlen 8588 neue Corona-Fälle, das waren 54,6 Prozent mehr als in der Kalenderwoche 27. Die 7-Tages-Wachstumsrate verdoppelte sich im Vergleich zur Vorwoche, als sie noch bei 28,2 Prozent lag. Aktuell scheint die Dynamik weiter zuzunehmen. Der Thinktank Risklayer , dessen Zahlen meist etwas aktueller sind als die des RKI, berichtete, dass die am Sonntag gemeldeten Corona-Fälle die Vorwoche bereits um 77,9 Prozent übertrafen. Schon das ist mehr als jemals in der dritten Welle, und es sieht so aus, als ob der Scheitelpunkt beim Wachstum noch nicht erreicht wäre. Nimmt man das gestern erreichte 7-Tages-Plus und schreibt es fort, würde die 7-Tages-Inzidenz in weniger als drei Wochen die 50 überschreiten und in vier Wochen die 100. Bei gleichbleibender Wachstumsrate wohlgemerkt. Und wie gesagt: Sie beschleunigt sich derzeit noch.

2. Die größte Dynamik herrscht bei den 15- bis 29-Jährigen

Über die gesamte Gesellschaft hinweg stiegen die neuen Corona-Fälle zwischen ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Django | Di., 20.07.2021 - 16:55
Ich lese gerade Laura Spinneys "Pale Rider" (der englische Originaltitel hat viel mehr poetisches Potenzial als "Die Welt im Fieber"). Während der spanischen Grippe haben sich die Behörden in New York City entschlossen, die Schulen nicht zu schließen, weil die Kinder in der Schule unter Beobachtung seien und zudem - hier geht es vor allem um Kinder aus armen Familien, von denen es sehr viele gab und gibt, dann weniger Zeit in den sehr beengten Wohnungen verbringen. Kann man auf heute übertragen.

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • Zu deutsch bei Innovationen

Zu deutsch bei Innovationen

Der Bund hat zwei Agenturen für Innovationen gegründet - und geht viel zu kompliziert vor. Die Ministerien behindern sich gegenseitig.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Was passiert da gerade?

In Europa schnellen die Corona-Zahlen in die Höhe. Auch in Deutschland drehen die Inzidenzen ins Plus. Der Anfang von mehr? Was der Blick auf die Meldezahlen der aktuellen Woche verrät: ein Zwischenstand.


  • Die Kitas und Schulen haben viel geleistet

Die Kitas und Schulen haben viel geleistet

Die Integration geflüchteter Kinder und Jugendliche in Deutschlands Bildungssystem hat nach 2015 besser geklappt, als viele es befürchtet haben, sagt Jutta von Maurice vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe. Doch was wird nach der Schule aus ihnen? Jutta von Maurice ist Leiterin des Zentrums für Studienmanagement des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe.