Gute Impfstoffe, schlechte Kommunikation
Die Impfdurchbrüche nehmen zu, Geimpfte landen auf den Intensivstationen. Eine Krise der Impfstoff-Forschung? Nein, eine Krise der politischen Kommunikation.

Bild: v-a-n-3-ss-a / Pixabay.
KEINER KANN SAGEN, wie der Herbst und Winter wird, aber eines lässt sich in jedem Fall festhalten: Die Corona-Impfstoffe wirken hervorragend, sie sind eine großartige Errungenschaft der modernen Wissenschaft. Und, was man gar nicht oft genug betonen kann, das gilt selbst dann noch, falls die Neuinfektionen in den nächsten Wochen doch wieder sprunghaft ansteigen sollten . Selbst wenn dann eine guter Teil der schwer Erkrankten doppelt geimpft sein wird.
Wie das mit der zuerst von der Funke Mediengruppe verbreiteten Meldung zusammenpasst, die in den vergangenen Tagen kursierte, derzufolge von den 1.186 Corona-Patienten, die in der zweiten Augusthälfte auf deutschen Intensivstationen aufgenommen wurden, 119 vollständig geimpft waren? Oder damit, dass der Anteil zweifach Geimpfter unter allen ins Krankenhaus eingewiesenen Neuinfizierten zuletzt bei knapp 37 Prozent lag – bezogen auf die Altersgruppe ab 60 und die Kalenderwochen 36 bis 39?
Eigentlich ist die Antwort so simpel, dass es wundert, dass es immer noch funktioniert, mit den genannten Zahlen eine aufgeregte Debatte anzuzetteln: Wenn zum Beispiel von allen über 60-Jährigen laut RKI-Impfmonitoring 84 Prozent vollständig ...
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Kommentare
#1 - In einem Land, in dem es irgendwie schick ist, in der…
Das mit den Zahlen kann man auch daran sehen, dass selbst renommierte Medien (z.B. Tagesschau) mit Vorliebe absolute Zahlen von Corona-Infektionen oder Todesfällen angeben und es dem Publikum überlassen, das in Relation zur Bevölkerungszahl zu setzen. 600.000 Coronatote in Brasilien klingt ja schon ...
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