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Lauterbach sieht den Fehler ein

Kinder wurden oft als Treiber der Pandemie stigmatisiert – zu Unrecht. Der Gesundheitsminister zeigt, dass er lernfähig ist

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Artikelbild: Lauterbach sieht den Fehler ein

Bild: Thomas G. / pixabay.

HAT KARL LAUTERBACH da sein schlechtes Gewissen eingestanden? Das, was der Bundesgesundheitsminister Anfang November vor der Presse verkündete, hatte man von ihm so jedenfalls noch nicht gehört. "Das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen“, sagte der SPD Politiker.

Anlass für Lauterbachs Erkenntnis war die Vorstellung des Abschlussberichts der Corona-Kita-Studie, mit der das Robert Koch-Institut (RKI) mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) mehr als zwei Jahre lang unter anderem die Bedeutung von Kitas für die Ausbreitung des Coronavirus untersucht hatte. Vor allem in dem Teil, den das DJI beisteuerte, ging es auch um die Folgen der Kitaschließungen für die Kinder und ihre Familien. Der Schließungen, die Lauterbach nun im Rückblick für überflüssig erklärte.

Den Studienergebnissen zufolge haben Kitas die Pandemie nicht getrieben, im Gegenteil. "Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren waren in den ersten zweieinhalb Jahren der Pandemie weniger von COVID-19-Infektionen betroffen als andere Altersgruppen", schreiben die Autoren. "Ihr Anteil an allen COVID-19-Meldungen erreichte nur selten den Anteil ihrer Altersgruppe in der Bevölkerung." Stichproben hätten ergeben, dass in Kitas die durchschnittliche Übertragungsrate bei 9,6 Prozent ...

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Kommentare

#1 -

Jakob Wassink | Mo., 28.11.2022 - 12:11
Schade, dass in dem Artikel der Aspekt fehlt, dass Karl Lauterbach nicht nur ständig wissenschaftliche Erkenntnisse relativiert hat, sondern auch gerne gezündelt hat. Ich denke nur an den politischen Druck gegenüber der StiKo bei der Impfemfelung für Jugendliche und die unter Berufung auf einen schottischen Minister vermeintlich so stark ansteigende Zahl der Krankenhausaufenthalte von Kindern zum Zeitpunkt, als die Deltavariante vorherrschend war.

Gesichtswahrend ist die Volte doch leider auch nur, weil das Narrativ der nachträglichen Erkenntnis unreflektiert in den Berichten übernommen worden ist. Vielleicht wird mit der Studie jeglichen Forderungen nach neuerlichen Kita-Schließungen ein Riegel vorgeschoben, nicht jedoch den vielfältigen ...

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