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Da ist etwas angekommen

Das von der Bundesregierung finanzierte Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" hat viel Kritik auf sich gezogen. Umso mehr überrascht, dass viele Schüler und Eltern mit den Nachhilfe-Angeboten offenbar zufrieden sind.

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Artikelbild: Da ist etwas angekommen

Bild: zapCulture / Pixabay.

WAR "AUFHOLEN NACH CORONA" ein Reinfall? Eines steht fest: Die Ziele, wie sie das BMFSJF fast schon schmerzhaft blumig auf seiner Website beschreibt , wird das sogenannte "Aktionsprogramm" der Bundesregierung nicht erreichen: "Kinder und Jugendliche auf dem Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen zu begleiten und sie beim Aufholen von Lernrückständen zu unterstützen".

Würde das doch voraussetzen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland (offenbar gemeint in ihrer Gesamtheit) vor der Pandemie unbeschwert aufgewachsen wären – und noch mehr, dass sie und ihre Familien derzeit nicht mit einem dramatischen Krankenhaus- und Medikamenten-Notstand konfrontiert wären, der sich in seinen Ausmaßen nur mit der langjährigen politischen Vernachlässigung ihrer Interessen erklären lässt. Was sollen daran zwei Aufhol-Milliarden ändern?

Hinzu kommt der Erzieher- und Lehrermangel, der nicht nur den Stress in den Familien hochhält, sondern auch das Aufholen der Lernrückstände auf Jahre hinaus unwahrscheinlich macht. So ließ Mecklenburg-Vorpommern vor Weihnachten bei Bedarf wieder verstärkt Distanz- oder Wechselunterricht ab Klasse sieben zu, "vorübergehend", wie es heißt – weil ...

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Kommentare

#1 -

Dominik Esch | Mi., 04.01.2023 - 11:51
Mentoring hat sich als wirksames Instrument zum Schließen von Bildungslücken erwiesen: https://www.balu-und-du.de/fileadmin/user_upload/Factsheets/Factsheet_Wirkung.pdf



Die Corona-Hilfen aus dem Programm AUF!Leben jetzt boten den Umsetzungspartnern von Mentoringprogrammen die Möglichkeit eine feste Summe von 150 Euro monatlich für die Bereitstellung eines Mentoring-Tandems über dieses Aufholprogramm abzurechnen. Eine wichtige und wirksame Hilfe!



Es ist zu hoffen, dass Verantwortliche aus Bund, Land und Kommunen nach Wegen suchen, um die Monatspauschale für Mentoringprogramme in ihre regulären Haushalte zu übertragen.



Als Ansprechpartner empfehle ich den Bundesverband Soziales Mentoring unter vorstand@bundesverband-mentoring.social



www.balu-und-du.de ist dort Gründungsmitglied



Mit freundlichen Grüßen



Dr. Dominik Esch

Vorstand

Balu und Du e.V.

Köln

#2 -

Jakob Wassink | Fr., 06.01.2023 - 23:22
Ich mag aus der Studie der Telekomstiftung keine Zuversicht ziehen zu können. Wenn ich mich richtig erinnere wurde ich durch das Allensbach-Institut nach meinem subjektiven Empfinden befragt. Ich wurde also gerade nicht nach meiner Kenntnis der Lehrpläne und diesbezüglicher möglicher konkreter Lücken beim eigenen Kind befragt. Gleichzeitig sehe ich, dass teilweise praktisch ganze Klassen schon in der Grundschule den Lernzielen hinterher hinken. Etwaige Lernlücken werden so verwischt bzw sehr wahrscheinlich an die weiterführende Schule, in die duale Berufsausbildung oder an die Hochschulen mitgeschleppt.

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