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Hoffen wir, dass es diesmal besser läuft

Was kann die Politik aus vergangenen Bildungsinitiativen lernen, und was bedeutet das für die Gestaltung des milliardenschweren "Startchancen"-Programms? Namhafte Bildungsexperten haben dazu eine klare Vorstellung – und sie in einem Papier zusammengetragen.

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Artikelbild: Hoffen wir, dass es diesmal besser läuft

Foto: Luisella Planeta / Pixabay.

Frau Dumont, Herr Jungkamp, lassen Sie uns zuerst über Geld reden. Wieviel, glauben Sie, sind der Ampelkoalition noch die Startchancen der jungen Generation wert?

Burkhard Jungkamp: Das kann ich nicht sagen. Aber das gleichnamige Programm, das SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag versprochen haben, wurde vor der Zeitenwende mit rund zwei Milliarden Euro pro Jahr gehandelt. Allerdings nur intern.

Sie sagen es. Denn offiziell hatte die Ampel an kein einziges ihrer zahlreichen Koalitionsversprechen ein Preisschild geheftet.

Jungkamp : Die veränderte Haushaltslage durch den russischen Angriff auf die Ukraine hin oder her: Ein paar einfache Rechenoperationen zeigen, dass man mit einem ernst gemeinten Programm gar nicht anfangen muss, wenn es deutlich weniger als die zwei Milliarden jährlich werden sollten.

Sie, Herr Jungkamp, haben im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertenkommission moderiert, die Empfehlungen zu den "Startchancen" formulieren sollte. Sie, Frau Dumont, hatten die wissenschaftliche Leitung.

Hanna Dumont : Ich finde, die jüngsten bildungswissenschaftlichen Erkenntnisse geben uns schlagkräftige Argumente an die Hand. So furchtbar es ist, dass laut Bildungstrend bis zu einem Drittel der Viertklässler nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen kann, so eindeutig ist die Botschaft an die Politik: Investiert jetzt, oder es wird in fünf oder zehn Jahren noch viel teurer.


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Burkhard Jungkamp war zwischen 2005 und 2014 Staatssekretär im Bildungsministerium von Brandenburg. Seit 2016 koordiniert er das Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung und hat die Expertenkommission zum "Startchancen-Programm" moderiert.Foto: privat.

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Hanna Dumont ist Professorin für Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt schulische Lehr-Lern-Prozesse an der Universität Potsdam. Der von ihr geleiteten Expertenkommission gehörten Bildungspraktiker*innen und Forscher*innen an, darunter die Schulpädagogin Nina Bremm, die ehemalige Vorsitzende des KMK-Schulausschusses, Cornelia von Ilsemann, und die Direktorin des Instituts für ...

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