Als erstes bei den Kindern?
Kostenlose Kitas und gratis Schulessen klangen gut, doch nun muss auch in Berlin hart gespart werden. Die einst idealistische Maßnahme droht zum Sparopfer zu werden, statt mit ihrer Abschaffung die Bildungsqualität zu verbessern.

Foto: PicPick, CCO.
ALS BERLIN die Kitagebühren abschaffte und das kostenlose Schulmittagessen für alle einführte, war ich dagegen. Nicht, weil ich mir keine guten Bildungschancen für alle wünsche. Im Gegenteil. Solange in Kitas Personalmangel herrscht und Schulgebäude marode sind, ist es für mich nicht nachvollziehbar, wenn auch wohlhabende Familien Geld sparen, das sie nicht brauchen. Geld, das dann nicht mehr für bessere Qualität ausgegeben werden kann – worunter vor allem diejenigen Kinder leiden, die von zu Hause weniger Unterstützung bekommen.
Eine faire Staffelung aufsteigend von null Euro abhängig vom Einkommen, das ist es. Zumindest so lange, bis Ausstattung und Qualität unserer Bildungseinrichtungen auf einem Stand angekommen sind, die nicht mehr von Krise sprechen lassen.
Deshalb hatte ich mich zuerst gefreut , als die damaligen Kandidaten für den SPD-Landesvorsitz, Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel, Anfang des Jahres die gebührenfreie Kita in Frage stellten, weil, wie Böcker-Giannini im Tagesspiegel sagte, "kostenfrei oft auf Kosten der Qualität geht". Und Hikel fügte hinzu: "Wir sind ...
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Kommentare
#1 - Man darf eben den real existierenden Kapitalismus nicht…
der Wunschwelt des Kommunismus verwechseln.
#2 - Und wer entscheidet, welcher Teil meines Gehalts ich "nicht…
Diese Aussage finde ich extrem anmaßend.
Wie wäre es denn, wenn Besserverdiener im Supermarkt nochmal 20% Aufschlag zahlen? Oder sämtliche Leistungen (z.B. neuer Personalauswahl) um 50% für diese Menschen verteuert werden. Ist das die große Lösung für mehr Gerechtigkeit? Wohlgemerkt, diese Leuten zahlen schon viel mehr Einkommenssteuer als der Rest.
Am Ende werden die wirklichen Topverdiener ihre Kinder nur noch in private Einrichtungen schicken (siehe USA). Den angeblichen "Besserverdienenden", die in Wirklichkeit ein gewöhnliches Gehalt von 50.000 brutto (hier ziehen viele Städte schon die ...
#3 - Wohlhabende Familien leisten bereits ihren Beitrag zu einer…
Wenn frühkindliche Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein soll muss sie auch von der gesamten Gesellschaft (aus Steuern) bezahlt werden. Die Ausgaben müssen dann eben in den Haushalten priorisiert werden.
#4 - Gute Kolumne. Eigentlich bietet der Verdi-Streik in den…
Als Vater eines Kita-Kindes (Eigenbetrieb) hätte ich dafür auch volles Verständnis und bin bereit, für eine bessere Betreuung auch einen finanziellen Beitrag zu leisten.
Sollte es jedoch ohne eine spürbare Verbesserung der Betreuungssituation zur Einführung von Elternbeiträgen kommen, müssen wir uns ernsthaft Gedanken zur Kinderbetreuung machen- insbesondere da Kind Nummer 2 auf ...
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