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Zu teuer, zu kompliziert

Die Hochschulen sind konsterniert, die Kultusminister verärgert: Neue Verzögerungen bei der Online-Studienplatzvergabe DoSV.

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Artikelbild: Zu teuer, zu kompliziert

Die Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund . Norbert Schnitzler: " Dortmund ZVS 1 ", CC BY-SA 3.0

DIE SCHLECHTEN NACHRICHTEN kommen weiter in Scheibchen. Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) hat den Wissenschaftsministern der Länder mitgeteilt, dass sie mit ihrer Online-Studienplatzvergabe DoSV voraussichtlich erst zum Wintersemester 2020/21 alle relevanten Hochschulen in Deutschland erreichen wird.

Dass der ursprünglich Zieltermin 2018 verfehlt würde, hatte sich bereits im vergangenen Herbst abgezeichnet . Von rund 4000 örtlich zulassungsbeschränkten Studienangeboten nahmen zu dem Zeitpunkt 19 Prozent am so genannten DoSV teil, ingesamt waren 103 Hochschulen eingebunden. Jetzt, ein Jahr später, sind nach SfH-Angaben immerhin 129 von 175 Hochschulen dabei, die Anteil der teilnehmenden Studiengänge kletterte jedoch nur auf ein gutes Viertel.

Das vor neun Jahren initiierte „Dialogorientierte Serviceverfahren“ sollte das sich jährlich wiederholende bundesweite Zulassungschaos bei der Studienplatzvergabe beenden: Keine Bewerber mehr, die monatelang auf eine Zusage warten und dann mitunter anderswo leer ausgehen, während anderswo Plätze frei werden. 15 Millionen Euro spendierte Bundesregierung für die Entwicklung einer Software, die international Standards setzen sollte.

Eine vom brandenburgischen Wissenschaftsministerium in diesem Frühjahr unter 171 Hochschulen bundesweit durchgeführte Befragung hatte ergeben, dass zu dem Zeitpunkt zwar 108 in irgendeiner Form ans DoSV angeschlossen waren, doch wickelten sie bei ihrer Studienplatzvergabe lediglich ein Drittel der Einfachstudiengänge ...

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Kommentare

#1 -

Arno Niehm | Di., 05.09.2017 - 23:44
Die stiftungseigene Entwicklungsabteilung in Berlin ist ein kompletter Witz (wieso sollte man auch mit der SfH-Abteilung in Dortmund zusammenarbeiten und Informationen teilen...)

Wenn man sich die Bewertungen hier anschaut, wundert es nicht, dass sich die Deadlines immer weiter verschieben:
https://www.kununu.com/de/stiftung-fuer-hochschulzulassung1

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Di., 05.09.2017 - 23:51
Lieber Arno Niehm und liebe weitere Leser, for the record:



Ich habe in Ihrem Kommentar einen Satz zu einer namentlich genannten Person entfernt, um deren Persönlichkeitsrechte zu schützen. Bitte kritisieren Sie Inhalte und Strategien, aber bitte unterlassen Sie persönlich herabsetzende Aussagen über bestimmte Personen.



Besten Dank und viele Grüße

Ihr J-M Wiarda



PS: Bisher bin ich hier im Blog ohne eine explizit formulierte Netiquette für die Kommentare ausgekommen und hoffe, dass mir das auch weiterhin gelingen wird.

#3 -

T. P. | Mi., 06.09.2017 - 08:56
Solange weiterhin sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen werden, wird weiterhin sehr viel Steuerngeld verballert.



Die letzten Entscheidungen (Vetternwirtschaft!!!) betreffen die Besetzung der Entwicklungsleitung und die Durchführung der Tests. Beide Posten entstammen dem gleichen externen IT Unternehmen aus Berlin (die Aktivitäten lässt sich dieses Unternehmen sehr gut bezahlen)



Fortschritte in der Anwendung sind für Hochschulen kaum erkennbar. Wünsche der Hochschulen werden ignoriert.

#4 -

Egal | Mi., 06.09.2017 - 13:37
Problematisch ist, dass interne Kritik an mehreren Fehlentscheidungen komplett verboten wurde; wer kritisiert hat, wurde von der Hausleitung und dessen Stellveretung weggemobbt. Dafür wurden "Ja-Sager" von der Hausleitung befördert und/ oder mit entfristeten Stellen "belohnt".



Vetternwirtschaft ist dabei nur ein weiterer Baustein des Führungsproblems, welches die SfH hat. Dass (Steuer-)Geld für sinnlose Dienstreisen, sinnlose Beraterverträge und sinnlose Projektaufträge (ohne öffentliche Ausschreibungen) auf Betreiben der Hausleitung verschwendet wurde, ist mindestens genauso ein Problem.



Zudem wurden Wünsche und Anregungen selbst wohlwollender Hochschulen immer wieder ignoriert, da die alte "gute alte ZVS" wiederhaben wollte und nicht verstanden hat, dass man nur als echter ...

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