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Bildung, Forschung und ein paar gute Fragen

Merkels echte Überraschungskandidatin: Für Anja Karliczek ist das BMBF komplett Neuland. Doch genau darin könnte eine doppelte Chance liegen.

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Artikelbild: Bildung, Forschung und ein paar gute Fragen
Anja Karliczek

ANGELA MERKEL HAT es geschafft. Bis Sonntag, 16 Uhr, als das CDU-Präsidium sich traf, hatte keiner ihre Kandidatin für das Amt der Bundesbildungsministerin auf dem Plan. Ein paar Minuten nach 16 Uhr verschickten die ersten Sitzungsteilnehmer Merkels Ministerliste per Kurznachricht, und einige mussten vermutlich sehr gewissenhaft tippen, um den Namen der Neuen richtig zu schreiben: Anja Karliczek.

"Anja wer?" fragt der ZEITChancen Brief heute Morgen, und genau diese Frage haben sich in Deutschlands Wissenschaftscommunity gestern Abend ziemlich viele gestellt. Heute Vormittag wird die erste Amtshandlung vieler Beamter im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) darin bestehen, ihre neue Chefin zu googeln. Derweil erlebt Karliczeks Twitter-Account einen Boom: Innerhalb weniger Stunden hat sich ihre zuvor mäßige Zahl von Followern auf inzwischen mehr als 2200 verdoppelt.

46 Jahre alt ist Karliczek, stammt aus Brochterbeck bei Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Nach dem Abi ging sie zur Deutschen Bank in Osnabrück, lernte Bankkauffrau. Nach ein paar Jahren absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau und wechselte in die Leitung des elterlichen Vier-Sterne-Hotels in ihrem Heimatdorf im Teutoburger Wald. 2003 ...

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Kommentare

#1 -

tmg | Mo., 26.02.2018 - 15:24
Man kann sich, wie Herr Wiarda es tut, Frau Karliczek verzweifelt schön reden. Von Wissenschaft hat sie nur leider keine Ahnung, und die Frage zu stellen ''warum die Dinge eigentlich so laufen müssen und es nicht auch anders ginge'' nutzt nichts, wenn man die Antworten nicht verstehen kann.

#2 -

tutnichtszursache | Mo., 26.02.2018 - 15:33
"Die Wissenschaft" täte sich keinen Gefallen, jetzt reflexhaft zu kritisieren, Frau Karliczek sei keine von ihnen. Das BMBF bekommt, wie von Herrn Wiarda zurecht hervorgehoben, größere Aufgaben im Schulbereich. Und auf keinen Fall vergessen darf man, dass das BMBF eine substanzielle Rolle in der beruflichen Bildung spielt, Stichwort u.a. BBiG (wer das jetzt googeln muss, hat in bildungspolitischer Hinsicht ein Elfenbeinturmproblem ;-)

M.E. ist es ein sehr schönes Zeichen, jemanden mit individueller Erfahrung in der beruflichen Bildung an die Spitze des BMBF zu setzen. Zu häufig wird davon geredet, die berufliche Bildung im Vergleich zur akademischen wieder aufzuwerten. Für Frau ...

#3 -

Bleistifterin | Di., 27.02.2018 - 11:20
Schaumama, dann seh'n wir schon.

Nur fair, der Frau Zeit zu geben. Es gibt genügend Leute, die bei der Erarbeitung nicht die "offensichtliche" Wahl waren, sich aber trotzdem oder gerade deshalb gut eingefuchst haben.
Finde eine Berufung viel schlimmer, wenn aufgrund der Vorerfahrung (Spahn) die Katastrophe schon angekündigt wird...

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