Aufstand in Krefeld
Vor 50 Jahren streikten bundesweit die Schüler der Ingenieurschulen. Mit Erfolg: Es entstanden die Fachhochschulen. Ein Gastbeitrag von Christian Sonntag.

DAS JAHR 1968 ist als Jahr der Studentenunruhen in die Geschichte eingegangen. Dass damals aber nicht nur die Studenten in den großen Universitätsstädten auf die Straße gingen, sondern auch Schüler der früheren Ingenieurschulen für eine bessere Bildung demonstrierten, ist heute fast vergessen. Das mag daran liegen, dass die Ingenieurschüler nicht die Weltrevolution im Blick hatten und keinen gesellschaftlichen Umsturz planten. Dabei war die Wirkung ihrer Streiks umso nachhaltiger: Es entstanden bundesweit Fachhochschulen, die heute unter dem Begriff Hochschulen für angewandte Wissenschaften firmieren.
Beispiel Krefeld: Dort gab es seit 1958 die Staatliche Ingenieurschule für das Maschinenwesen (SIS). Sie stand seit Mitte der 60er Jahre auf der Reinarzstraße, wo heute Verwaltung und der Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Niederrhein ansässig ist. Die modernen Räumlichkeiten konnten aber nicht verdecken, dass die Ingenieurschule eigentlich eine bloße Schule war: Der Zugang erfolgte nach erfolgreichem Bestehen der Mittleren Reife und einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem zweijährigen Praktikum.
Hausaufgaben und Klassenbuch
40 Stunden pro Woche drückten die meist männlichen Studenten die Schulbank oder arbeiteten in Laboratorien, sie hatten Hausaufgaben und schrieben bis ...
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Kommentare
#1 - Ich habe mit meinem Semster auch demonstriert!Schwerpunkt…
Schwerpunkt Textilveredlung
Ingenieurschule Mönchengladbach.
#2 - danke für meine Namensnennung als damaliger…
Übrigens die Urabstimmung war im Audi Max der Maschinenbauschule Reinardsweg auch mit der Anwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters Hauser
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