Direkt zum Inhalt

Just try a little more Jazz – Networking für Anfänger

Warum es sich lohnt, auch beim professionellen Smalltalk ein bisschen mehr von sich herzugeben. Von Jeffrey Peck.

Bild
Artikelbild: Just try a little more Jazz – Networking für Anfänger

DIESES JAHR WAR ich zu einer Reihe von Festveranstaltungen der deutschen Wissenschaftsszene eingeladen. Schöne Feiern waren das, bedeutungsvoll, mit einer den jeweiligen Anlässen würdigen Dramaturgie. Fast immer gehören in Deutschland Podiumsdiskussionen dazu, deutlich zu viele Grußworte und – fast schon obligatorisch – klassische Musik. Viele wichtige Leute waren anwesend, einige wirklich, andere dachten es zumindest von sich, kurzum: die perfekte Gelegenheit, erfolgreiches Networking zu betreiben. Dachte ich.

Denn auch wenn der Begriff Networking e rstaunlich schnell Teil des deutschen Wortschatzes geworden ist, heißt das nicht, dass die Deutschen zu dieser Beschäftigung ein unkompliziertes Verhältnis pflegen. Erst recht nicht in der Wissenschaft. In den USA ist das anders. Dort ist Networking in Hochschulen inzwischen genauso selbstverständlich wie in der Geschäfts- und Finanzwelt. Irgendwie folgerichtig, wenn man bedenkt, wie mehr und mehr Universitäten auch sonst Unternehmen ähneln. Doch in Deutschland ist wahrscheinlich genau das der Grund, warum Networking für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen negativen Beigeschmack hat. Es wird unter Akademikern nicht als rein positives Aufeinander-Zugehen, als Gelegenheit zum Kennenlernen und Austauschen verstanden, sondern ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Do., 23.08.2018 - 11:40
Vielen Dank, dass Sie das Thema in lockerer und unverkrampfter Form angesprochen haben.

Als weiteren Indikator für den Zustand des Networkings betrachte ich bei einer Veranstaltung das Verhältnis von kuratierte Rede- und Vortragszeit und der Dauer der angesetzten Kaffeepausen. Wenn der Quptient nahe bei 1 liegt, dann ist das eine Einladung zum Networking. Übrigens, die Musik spielt auch eine Rolle �

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • Artikelbild: Wann streiten wir uns endlich über den Qualitätspakt Lehre?

Wann streiten wir uns endlich über den Qualitätspakt Lehre?

Alle reden über die Zukunft des Hochschulpakts. Das ginge in Ordnung – wenn die Debatte nicht anderswo eine ärgerliche Leerstelle hätte. Ein Gastkommentar von Ernst Dieter Rossmann.


  • Aufstand in Krefeld

Aufstand in Krefeld

Vor 50 Jahren streikten bundesweit die Schüler der Ingenieurschulen. Mit Erfolg: Es entstanden die Fachhochschulen. Ein Gastbeitrag von Christian Sonntag.


  • Jetzt ist die Gelegenheit da

Jetzt ist die Gelegenheit da

Der Zugang zum Medizinstudium muss neu geregelt werden. Die Länder sollten es nicht dabei belassen. Eine umfassende Reform von Abitur und Studierendenauswahl wäre wünschenswert. Möglich ist sie auch. Ein Gastbeitrag von Peter Frankenberg.


Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • Artikelbild: Willkommen im neuen Schuljahr – trotz allem!

Willkommen im neuen Schuljahr – trotz allem!

In dieser ersten Schulwoche erfahren Eltern und Schüler, wie sich der Personalmangel an der eigenen Schule auswirkt. Vor allem die prekäre Situation an den Grundschulen ist Anlass, grundlegende Veränderungen zu fordern. Eine Berliner Perspektive von Daniela von Treuenfels.


  • Science Fiction ist politische Bildung

Science Fiction ist politische Bildung

Warum wir alle Terminator, Star Trek & Co schauen sollten, um den Weg in eine bessere Zukunft zu finden. Ein Gastbeitrag von Isabella Hermann.


  • Artikelbild: Daumen rauf, Daumen runter

Daumen rauf, Daumen runter

Wie das DHV-Barometer seit bald zehn Jahren die Stimmungen der Wissenschaftsszene anzeigt: Bernhard Miller hat es sich genauer angeschaut. Ein Gastbeitrag.