Der Sprungmeister
Deutschlands Wirtschaft braucht bahnbrechende Neuerungen. Rafael Laguna soll sie finden. Vom Versuch, das Unplanbare zu planen.

Rafael Laguna, der Chef der neuen Agentur für Sprunginnovation. " SprinD " ist jetzt auch online zu erreichen. Foto: Sinan Muslu - www.neun-a.com.
SEINE MISSION: Individualisten und Querköpfe finden, die durchs Land ziehen, um nach weiteren Querköpfen zu suchen. Nach Tüftlern und Forschern mit der einen großen Idee, für deren Realisierung ihnen keiner Geld geben will. Das Geld wird Rafael Laguna de la Vera ihnen geben. Viel Geld. Auch wenn neun von zehn Projekten scheitern sollten.
Laguna, schmal, kahlköpfig, sitzt im "St. Oberholz" am Rosenthaler Platz, vor sich ein silbergrauer Laptop, vertieft, unauffällig. Das ist also der Mann, der Deutschland den Glauben an sich selbst wiedergeben soll. Einer unter Dutzenden in dem Café, das Die Zeit mal als "deutsches Hauptquartier der digitalen Boheme" bezeichnet hat. Er kommt gern her, sagt Laguna. Auch wenn er das Sauerland der Stadt Berlin immer vorziehen würde.
Seit Dezember ist der 56-jährige Software-Unternehmer Direktor der Agentur für Sprunginnovationen. Von der es lange nur den Namen gab und ein von PR-Leuten erdachtes Akronym: "SprinD". Das passt gut. Schnell soll es jetzt gehen. Weil viel zu lange fast gar nichts passiert ist.
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