425 Euro pro Bewilligung
Bislang haben knapp 11.000 Studierende die Corona-"Überbrückungshilfe" für Juni zugesagt bekommen. Doch die Kritik an dem Antragsverfahren reißt nicht ab.

Screenshot des Antragsportals .
82.829 ANTRÄGE auf Corona-Überbrückungshilfe haben Studierende im Juni eingereicht, 10.984 davon wurden bis heute Morgen um 8.30 Uhr positiv beschieden. Wie viele Anträge bislang abgelehnt wurden, wollte das Bundesbildungsministerium auf Nachfrage nicht sagen. "Eine Ablehnungs- oder Bewilligungsquote ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu nennen, weil zahlreiche Anträge noch in der Bearbeitung oder der Phase der Nachfragen sind", teilte eine Sprecherin mit. Die Zahlen änderten sich kontinuierlich.
Insgesamt haben die für die Antragsbearbeitung zuständigen Studierendenwerke bislang 4,663 Millionen Euro bewilligt, was rund 425 Euro pro Antragsteller entspricht. Mit anderen Worten: Die meisten bislang geförderten Studierenden bekommen eine Summe überwiesen, die nahe am Maximalbetrag liegt. Die Bandbreite laut Förderbestimmungen liegt zwischen 100 und 500 Euro und hängt vom Kontostand der Antragsteller ab. In Frage kommen Studierende mit deutschem oder ausländischem Pass, die sich nachweislich in einer pandemiebedingten Notlage befinden, "die unmittelbar Hilfe benötigen und die individuelle, pandemiebedingte Notlage nicht durch Inanspruchnahme einer anderen Unterstützung überwinden können". Also nur die absoluten Extremfälle.
Und genau für diese Studierenden wäre es natürlich besonders interessant zu wissen, ...
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Kommentare
#1 - Der Antrag ist eine einzige Farce!Nicht nur für uns…
Nicht nur für uns Studenten, sondern auch für die Bearbeiter in den Studentenwerken.
Mein Antrag für den Juni wurde abgelehnt. Begründung: nicht lesbare oder unvollständige Dokumente. Mein Kontostand bei Antragstellung: 7 Euro und zahlreiche Rücklastschriften. Ich selbst habe akribisch und vollständig alle Dokumente stundenlang eingescannt. Warum abgelehnt wurde, wollte mir das Studentenwerk und auch die Hotline des BMBF nicht mitteilen, aber ich gehe davon aus, weil meine Paypal-Kontoauszüge nicht nachgewiesen waren und ich eine Rücklastschrift von Paypal über 4,99 von Apple-Music auf meinen Girokonto-Kontoauszügen hatte.
Die Ablehnungsquote der Anträge zeigt doch deutlich, dass man ...
#2 - Auch von einer *Soforthilfe* kann hier absolut keine Rede…
#3 - Bei mir wurde noch nichts bewilligt. Mitte Juni beantragt,…
#4 - Meinen Antrag haben sie auch mit der Begründung abgelehnt,…
Unglaublich einfach! Die Höhe des Ganzen, ...
#5 - Das System ist ein Witz ! Ich hab eine Ablehnung bekommen…
#6 - WTF?? Ich bin Studentin, Mutter einer 1 J. Kind,…
Wir haben keine KrippenPlatz für unsere Tochter gefunden.
Das Leben ist für uns sehr schwer .
Meine Antrag war am 24.06.2020 gestellt.
#7 - Ich habe am 16.07. mit knapp 28€ auf dem Konto den Antrag…
Heute wurde ich dann aus bekannten Gründen abgelehnt: „Ihre Unterlagen waren leider nicht vollständig und/oder nicht lesbar hochgeladen."
Ich habe zur Zeit nicht einmal ein Drittel meiner Monatsmiete zum leben übrig, erfülle sämtliche Kriterien und werde ohne weitere Chancen auf Einspruch abgelehnt..
@BMPF So werde ich ganz sicher nach meinem Studium nicht in diesem Land bleiben. Gewiss werdet ihr weder Steuern, noch Rentenzahlungen von mir sehen.
#8 - Hallo.mein Antrag wurde auch abgelehnt, obwohl ich im Minus…
mein Antrag wurde auch abgelehnt, obwohl ich im Minus war und auf Nachfrage wurde mir weder telefonisch noch via E-Mail Hilfe geboten. Ich denke dass teilweise auch Rassismus hinter den Ablehnungen steckt. Bitte macht diese Fälle publik, denn geholfen wird mit der Überbrückungshilfe leider den wenigsten. Das Vorgehen ist hanebüchen.
Grüße
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