Wieder etwas offener
Die Bundesregierung erleichtert die Einreise für internationale Studierende und Wissenschaftler. Trotzdem bleiben Hürden.

ES IST EINE wichtige Erleichterung inmitten der Coronakrise. Das Bundesinnenministerium verlangt von internationalen Studienbewerbern ab sofort keine Bescheinigung mehr, dass sie ihr Studium überwiegend in Präsenz absolvieren und deshalb nach Deutschland einreisen müssen.
Auch für internationale Forscher, die in die Bundesrepublik kommen wollen, gibt es dringend erwartete Lockerungen: Die Hochschulen und Forschungsinstitute, die sie aufnehmen, müssen nicht mehr gesondert glaubhaft machen, dass die Arbeit der Gastwissenschaftler wirtschaftlich notwendig ist – denn die wirtschaftliche Notwendigkeit einer Forschungstätigkeit an staatlich anerkannten Hochschulen und öffentlichen finanzierten Wissenschaftseinrichtungen wird jetzt als Regelfall angenommen.
In Kraft getreten sind die Änderungen am 11. September. Das Bundesforschungsministerium von Anja Karliczek (CDU) teilte mit, es habe die Änderungen angestoßen, die "nach Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium und dem Auswärtigen Amt auch umgesetzt wurden".
Karliczek selbst sagte, der internationale wissenschaftliche Austausch habe "für uns in Deutschland einen hohen Stellenwert. Deshalb ist es mir wichtig, dass unsere Türen internationalen Talenten und klugen Köpfen auch in Zeiten der Corona-Pandemie offen stehen." Das Interesse, nach Deutschland zu kommen, sei weiter hoch. "Ich freue mich daher, dass wir uns in der Bundesregierung auf eine sachgerechte Lockerung der Einreisebeschränkungen für Studierende und Forschende aus Drittstaaten geeinigt haben."
Überraschend ...
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Kommentare
#1 - Das ist leider auch unsere Erfahrung. Visumsprozesse dauern…
#2 - Für jeden einzelnen Bewerber und jede einzelne Bewerberin…
Fakt aber ist auch: die weit überwiegende Mehrheit der Studienbewerber*innen hat die Hürde der Vorprüfung und Dokumentation ihrer Unterlagen bei uni-assist e.V. längst genommen:
21. September:
56.600 von 62.490 Studienbewerber*innen (= 90,6%)
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