166.000 mal unvollständig
Das BMBF hat aktuelle Zahlen vorgelegt: Über fast die Hälfte der Anträge von Studierenden auf Corona-Überbrückungshilfe wurde demnach gar nicht erst entschieden – sie flogen aus formalen Gründen schon vorher raus. Was sagt das über das Hilfsinstrument, was über die Antragsteller? Und wieviel Geld hat das Ministerium bislang zugesagt? Eine Analyse.
GESTERN HAT Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Verlängerung der Studierenden-Überbrückungshilfe , also des nicht rückzahlbaren Zuschusses, um einen Monat verkündet. Heute liefert ihr Ministerium auf meine Nachfrage umfangreiche Statistiken zu allen bislang gestellten Anträgen. Und das in einer bisher nicht bekannten Detailtiefe.
Die wichtigste Botschaft: Karliczek hat noch mehr als die Hälfte des 100-Millionen-Topfs übrig. Bislang wurden erst gut 42 Millionen Euro an Hilfen zugesagt. Den September kann sie also noch locker damit bezahlen – und den Oktober und November, wenn sie will, vermutlich gleich noch dazu.
Ist die durch Corona verursachte Not vieler Studierenden also doch nicht so groß wie gedacht, oder erklärt sich das niedrige Zusagevolumen, wie Opposition und Studierendenverbände seit Wochen kritisieren, durch die rigiden Fördervoraussetzungen und ein zu kompliziertes Antragsverfahren? Eine Analyse.
1. Wie viele Studierende haben seit Juni um Unterstützung nachgesucht?
Hatte das BMBF bislang vor allem die Zahl der "vollständig" ...
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Kommentare
#1 - Bei jedem Antrag auf Sozialhilfen darf man Unterlagen…
Bei der Überbrückungshfe kann man sein Recht auch nicht einklagen oder in Widerspruch gehen, denn Studis haben kein Anrecht darauf. Karliczek hat uns kein Gesetz gegeben, sondern ein Instrument, was kaum hilft. Warum eigentlich 500€ Höchstzuschuss? Wer soll davon ernsthaft leben können, trotz nachgewiesener unverschuldung ...
#2 - (1) Mir scheint hier noch wichtig zu ergänzen, dass es…
Für einen Rettungsring in einer Krise für wirklich arme Leute sind diese Dinge ...
#3 - (2) Was sagte Frau Merkel dazu, gefragt von Nicole Gohlke,…
Und ich frage mich auch sehr, was das mit "nicht pandemiebedingt" soll. Keinen Job zu finden wegen der momentan sehr schlechten Stellenlage versteht wirklich jeder als eine pandemiebedingt. - Nur nicht Frau Karliczek und das BMBF. Es gibt viele ...
#4 - "Über fast die Hälfte der Anträge " (zweite Zeile) -…
#5 - Vielleicht liegt es an der irreführenden Bezeichnung, aber…
#6 - @SW: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Allerdings ist das…
#7 - Berlin - Juni, Juli wurden bewilligt mit jeweils 500€.Im…
Im August die Begründung aus Juli übernommen, da sich keine Rahmenbedingungen geändert haben.
Innerhalb weniger Tage abgelehnt, da "keine pandemiebedinge Notlage vorliegt".
Mehrere Tage lang versucht anzurufen, jedoch ging niemand ans Telefon.
Absolute Willkür und leider habe ich sogar Bedenken weiter, z.B. per e-Mail, nachzufragen, da anderen Studenten bereits zugesagtes Geld wieder abgesprochen wurde. Sowas kann ich absolut nicht gebrauchen.
Freut mich aber ungemein, dass das BMBF stolz ist, dass noch die Hälfte vom 100 Millionen € Topf übrig ist. Hätten sie sich ein wenig mehr bemüht, hätten sie bestimmt noch ...
#8 - Meine beiden Anträge im Juni und Juli wurden abgelehnt,…
Da nichts zu verlieren, schrieb ich an das Studentenwerk und fragte nach, warum ich keine Möglichkeit erhielt mich zum Sachverhalt zu äußern obwohl meine Notlage ersichtlich ist. Paar Tage später erhilt ich die E-Mail wo ich dann im Portal für die Monate Juni und Juli zu meiner Notlage nähere Angaben ...
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