War das jetzt enttäuschend oder nicht?
Die Wissenschaftsminister aus Bund und Ländern haben heute wichtige Beschlüsse in Sachen Professorinnenprogramm und FH-Nachwuchsinitiative gefasst. Wäre noch mehr drin gewesen?

Boris Ott: " Fachhochschule " CC BY-NC 2.0
IN DER POLITIK liegen Erfolg und Misserfolg häufig dicht beieinander, und manchmal weiß man nicht einmal so recht, womit man es gerade zu tun hat. Darum hat dieser Artikel zwei Anfänge.
Erster Anfang:
Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) entschieden, das Professorinnen-Programm fortzuführen, das 2008 startete, um den Frauenanteil an den Professuren zu steigern. Die Bund-Länder-Initative habe maßgebliche Anstöße gegeben, sagt die GWK-Vorsitzende und Bremer Wissenschaftssenatorin, Eva Quante-Brandt (SPD), und ihre Stellvertreterin, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU), ergänzte, das Programm habe die "Chancengerechtigkeit an deutschen Hochschulen nachhaltig verbessert."
Zweiter Anfang:
Der grüne Wissenschaftsexperte Kai Gehring kritisierte heute die Bundesregierung, sie habe bei dem Ziel, bessere Bedingungen für Frauen in der Wissenschaft zu schaffen, "keinen Ehrgeiz und Weitblick gezeigt." Es fehle ihr an neuen Initiativen, an neuen Ansätzen, sagte Gehring. "Dazu passt, dass die Fortsetzung des Professorinnen-Programms in dieser Wahlperiode nicht mehr kommen wird, obwohl es in diesem Jahr ausläuft."
Erfolg oder Misserfolg: Am Ende kommt es darauf an, welche Erwartungen man im Vorfeld der GWK-Sitzung ...
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