Ein Vorschlag zur Güte: Albert-Einstein-Schools
Die Max-Planck-Gesellschaft stößt mit ihrem School-Konzept auf heftigen Widerstand. Wie könnte ein Kompromiss aussehen, den alle mittragen könnten? Ein Gastbeitrag von Dieter Lenzen.

AM 14. MÄRZ 2008 unterzeichneten die damalige Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, und der damalige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, ein Memorandum of Understanding, in dem sie feststellten, dass die International Max Planck Research Schools (IMPRS) sich „zu einem Erfolgsmodell entwickelt“ hätten. Die Schools stärkten sowohl die „Kooperation zwischen Universitäten und Max-Planck-Instituten und die Doktorandenausbildung, als auch die Attraktivität Deutschlands für hervorragende ausländische Promovierende wesentlich“. So seien dank dem Erfolgsmodell die Doktorandenzahlen an Max-Planck-Instituten innerhalb von zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen. Für die Zukunft vereinbarten Hochschulrektorenkonferenz und Max-Planck-Gesellschaft, „auch die Gründung gemeinsamer Einrichtungen“ ins Auge zu fassen, die „Wege der Zulassung zur Promotion“ zu „vereinfachen“ und die „Beteiligung der Max-Planck-Gesellschaft“ an einer Promotion „auf der universitären Promotionsurkunde“ zu erwähnen.
Mit dem im Dezember 2016 erstmals vorgelegten und jetzt in die Diskussion geratenen „Konzept Max Planck Schools“ wird die Erfolgsdiagnose von damals relativiert und zugleich die nächste Stufe gezündet: Die IMPRS, heißt es nun, seien „oft zu klein“, „thematisch oft sehr eng“, „international deutlich sichtbar nur in wenigen Fällen“, weswegen es ...
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