Blick zurück (2)
Seit 20 Jahren beschäftigte ich mich mit Hochschulen, Bildung und Wissenschaft. Viel ist passiert in dieser Zeit, vieles davon durfte ich als Journalist begleiten. Der Blick zurück zeigt, wie aktuell einige meiner Themen von einst geblieben sind – obwohl sich fast alles verändert hat. Machmal allerdings auch, weil sich fast gar nichts verändert hat. Der zweite Teil einer neuen Serie.
Campus
Erst pauken, dann Party
An Deutschlands Hochschulen bahnt sich eine Kulturrevolution an: Studieren wird zum bloßen Zwischenstopp auf dem Weg nach oben.
(erschienen in der ZEIT vom 06. Mai 2004)
NOCH LEISTET SICH Deutschland Studenten, die so alt sind wie fast nirgendwo sonst auf der Welt: Im Jahr 2002 lag das Durchschnittsalter hiesiger Universitätsabsolventen bei 28,9 Jahren, wobei sie im Westen traditionell noch älter sind als im Osten. Und 28,9 ist schon ein Fortschritt, 1996 war der typische Absolvent mehr als 30 Jahre alt. Immerhin: Auch die Studienanfänger sind seit 1996 um ein halbes Jahr jünger geworden. Jetzt sind sie im Schnitt 21,6. In ein paar Jahren könnten 18-jährige Erstsemestler an Hochschulen zum Alltag gehören, genauso wie 21 oder 22 Jahre alte Absolventen. Ein Verjüngungseffekt deutet sich an, der in diesem Ausmaß sogar Bildungsexperten überrascht; ein ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen