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88 sind noch drin

Wie die heutige Cluster-Vorentscheidung in der Exzellenzstrategie die Universitätslandschaft (neu) sortiert: eine erste Analyse.

ZUERST DIE ZAHLEN. 88 Antragsskizzen haben es in die nächste Runde geschafft, weit weniger als die Hälfte der 195 Projekte, die sich insgesamt um die Förderung als Exzellenzcluster bewerben wollten. Damit haben sich die Mitglieder des "Expertengremiums" der Exzellenzstrategie als rigoroser erwiesen, als viele es vorab von ihnen erwartet hatten. Die 39 größtenteils aus dem Ausland stammenden Wissenschaftler hatten in ihrer zweitägigen Sitzung, die gestern Abend zu Ende ging, über die wissenschaftliche Qualität der Skizzen zu befinden; Anhaltspunkte gaben ihnen die Berichte der 21 ebenfalls international besetzten Panels, die im Vorfeld die 195 Bewerbungen gesichtet hatten.

Die 88 Projekte, die nun bis zum 21. Februar 2018 Zeit haben, ihre Vollanträge auszuarbeiten, stammen von 41 Universitäten – was im Umkehrschluss heißt, dass von den ursprünglich 63 Hochschulen, die sich mit Skizzen am Wettbewerb beteiligt hatten, 22 nicht mehr dabei sind. Als leicht überdurchschnittlich erfolgreich erwiesen sich Verbundanträge: Machten 47 Gemeinschaftsskizzen, eingereicht von zwei oder drei Universitäten, rund 24 Prozent aller 195 Bewerbungen aus, befinden sich unter den 88 verbliebenen Projekten noch 26 Ko-Anträge, was knapp 30 Prozent entspricht. Laut Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) knüpfen rund 40 Prozent der Projekte knüpfen an bereits geförderte Exzellenzcluster an, rund 60 Prozent wurden für die Exzellenzstrategie neu konzipiert.

NUN ZU DEN HOFFNUNGEN – UND DEN ENTTÄUSCHUNGEN. Erfolgreichste Universität ist – eine echte Überraschung! – die Universität Bonn , die fünf erfolgreiche Skizzen eingereicht hat und an zwei weiteren beteiligt ist. Ausgerechnet Bonn, das in den vergangenen Jahren im Schatten der nahen Exzellenzuniversität ...

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Kommentare

#1 -

Markus Labasch | Fr., 29.09.2017 - 15:38
Herzlichen Dank für die gute und vor allem schnelle Analyse.
Es sind aber 15 Unis mit 4 und mehr Vollanträgen. Stuttgart, welches im Text nicht fett hervorgehoben ist, wurde evtl. in der Eile übersehen.

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