Was machen wir hier?
Die Reformdebatte in der KMK geht weiter: Ein Kulturminister regt eine eigene Kulturministerkonferenz an, und einige Wissenschaftspolitiker fragen, wieviel ihnen die Sitzungen eigentlich bringen.

DIESE NACHRICHT IST angesichts der demonstrativen Aufbruchstimmung in der Kultusministerkonferenz (KMK) fast untergegangen: Während die Schulminister vor dem Wochenende eine selten erlebte Einigkeit und Entschlossenheit beschworen, hat der rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf (SPD) eine eigene Kulturministerkonferenz vorgeschlagen. Eine solches Gremium würde die Kultur aufwerten und die Kulturpolitik der Länder sichtbarer machen, sagte Wolf im Deutschlandfunk . Sein Pressesprecher verwies laut dpa darauf, dass viele von Wolfs Kulturministerkollegen seinen Vorschlag unterstützten.
Heißt das, die Kultur will raus aus der KMK, während die sich gerade in Richtung neuer Staatsvertrag berappelt? Nein, das heiße es nicht zwangsläufig, sagt Wolf im Interview hier im Blog: "Ich möchte eine Aufwertung der Kultur. Das kann auch innerhalb der KMK geschehen." Ihm gehe es um das Ergebnis, nicht um die Emotionalisierung der Debatte. "Aber in jeden Fall brauchen wir das Label Kulturministerkonferenz mit eigenen Zuständigkeiten."
Wie aber passt das zusammen, dass die Schulminister den Neustart der Kultusministerkonferenz planen und ein Kulturminister gleichzeitig ganz neue Gremien ins Gespräch bringt? Ziemlich gut: Die KMK befindet sich am Scheideweg, die nächsten ...
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