Nationaler Bildungsrat bitte ohne Lobbyisten
Bund und Länder wollen "Personen, nicht Institutionen" in den Nationalen Bildungsrat berufen. Dabei sollte es bleiben, auch wenn Gewerkschaften und Arbeitgeber anderes fordern.

Foto: Pixabay/Counselling
BUND UND LÄNDER sind sich noch nicht bei vielem einig, was den geplanten Nationalen Bildungsrat angeht. Was auch daran liegt, dass zahlreiche Kultusminister das von der GroKo vorgesehene Gremium eigentlich nicht wollen. Der Bildungsrat soll dem schwarz-roten Koalitionsvertrag zufolge auf der Grundlage von Forschungsergebnissen Vorschläge für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen vorlegen und so helfen, sich über "die zukünftigen Ziele und Entwicklungen" zu verständigen.
Die Kultusminister argwöhnen indes, das Gremium solle vor allem dabei helfen, sie in ihren Zuständigkeiten zu beschneiden. Und so streiten sie mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) über die Stimmenverteilung, über Aufgabenzuschreibungen und, ganz grundsätzlich, über die Verbindlichkeit künftiger Ratsempfehlungen.
Bei einem zentralen Detail hingegen herrscht bislang Einigkeit: Der Bildungsrat soll neben den Repräsentanten des Bundes und der Länder Bildungsforscher enthalten, dazu "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und ausgewiesene Bildungspraktiker", wie Karliczek es formuliert. "Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen", schrieb sie Anfang Mai in meinem Blog , "dass eine engagierte Schulleiterin oder ein engagierter Schulleiter die Perspektive der Praxis in den Rat einbringt." Die ...
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