Jetzt mal im Detail
Wie die Reform der Medizin-Studienplatzvergabe aussehen wird, haben die Kultusminister in ihren Eckpunkten bereits festgelegt. Doch viele Fragen blieben offen – bis jetzt. Die neuen Pläne dürften vor allem die sogenannten Altwartenden interessieren.
DIE KULTUSMINISTER TREIBEN die Reform der Studienplatzvergabe voran. Heute Nachmittag und morgen treffen sich die Amtschefs, die höchsten politischen Beamten in der Kultusministerkonferenz (KMK), um die im Oktober anstehende Ministerrunde vorzubereiten. Auf dem Tisch haben sie eine Vorlage der KMK-Arbeitsgruppe "Staatsvertrag Hochschulzulassung", in der die im Juni beschlossenen Eckpunkte der Neuordnung konkretisiert werden. Die AG aus hochrangigen Ministerialbeamten plädiert dafür, die Neuregelung für alle zentralen NC-Fächer einzuführen, nicht nur für den Studiengang Humanmedizin, der vom Verfassungsgerichtsurteil direkt betroffen war.
Landes- und Bundeslisten
In den Eckpunkten vom Juni stand bereits, dass die bislang 20 Prozent umfassende Abiturbestenquote bestehen bleiben und um eine Formel ergänzt werden soll, die den Zensurenschnitt über Ländergrenzen hinweg wieder vergleichbar macht – und so lange angewendet wird, bis das Abitur an sich wieder vergleichbar ist. Die KMK-Beamten schlagen nun als Konkretisierung vor, Landeslisten zu bilden, in denen die Bewerber eines Bundeslands anhand ihrer Abiturnote und darüber hinaus anhand ihrer Abiturpunktezahl und bei absolutem Gleichstand per Los in eine Reihenfolge gebracht ...
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