Sie machen was draus
Im internationalen Vergleich sind Deutschlands Studienplätze massiv unterfinanziert. Trotzdem sind die Studenten zufrieden wie nie. Eine Leistung der Hochschulen, die man auch mal würdigen sollte.

Foto: Tumisu / Pixabay - cco
DASS IN DEUTSCHLANDS Hörsälen beklagenswerte Zustände herrschen, ist fast schon ein Gemeinplatz. Insofern passte gut ins Bild, dass Times Higher Education in seinem 2018 erstmals erschienenen Europe Teaching Ranking 22 von 31 gerankten deutschen Hochschulen in die hintere Tabellenhälfte verbannte. Zu wenig Professoren, folglich miese Betreuungsrelationen, überlange Studienzeiten, Sie kennen die Klagen.
Man kann über die Methodik der Times-Ranglisten denken, wie man wil l: Sie verursachen regelmäßig eine enorme mediale Aufmerksamkeit. Um die sie andere Rankingmacher beneiden. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) aus Gütersloh zum Beispiel, das neben seinem nationalen Fächervergleich auch das internationale U-Multirank federführend mitgestaltet. Weil das in seiner Ausgewogenheit normalerweise für deutlich weniger Furore sorgt, hatten die CHE-Leute offenbar eine Idee: Lasst uns eine Sonderauswertung machen und damit Times Higher Education mal so richtig Kontra geben.
Und so konnte man vor ein paar Tagen lesen: "Ohne jegliche Differenzierung" sei das THE-Produkt, es zeige "entscheidende Schwächen". Das "pauschal negative Bild" des britischen Rankings werde den Leistungen der deutschen Hochschulen nicht gerecht. Ja, ...
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