Der Streit um die 30 Prozent
Der Anteil von Kindern von Nichtakademikern unter Studiums-Stipendiaten ist höher als früher, auch Migrationshintergrund haben viele. Doch es ginge noch besser.

Elite ohne Ellbogen? Denkmal für Wilhelm von Humboldt in Berlin. Foto: Bundesarchiv (Horst Sturm) - CC BY-SA 3.0 DE
DIE 13 BEGABTENFÖRDERUNGSWERKE sind ein Aushängeschild der deutschen Bildungspolitik. Ihre 34.000 Stipendiaten zählen zu den besten Studierenden und Doktoranden im Land. Sie erhalten Geld, vor allem aber erhalten sie die sogenannte "ideelle Förderung": individuelle Betreuung und Coachings, Seminare und Sommerakademien mit herausragenden Wissenschaftlern und Berufspraktikern.
Breite und Spitze
Deutschland kann nicht nur Breitenförderung, Deutschland kann auch Elite – aber, und das ist die Botschaft der Förderwerke, Elite ohne Ellbogen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Finanzier betont stets, dass bei der Auswahl der Stipendiaten herausragende Studienleistungen zwar unverzichtbar seien, doch ohne gleichzeitiges gesellschaftliches Engagement gehe gar nichts. Insofern ist es folgerichtig, dass 12 der 13 Förderwerke von Parteien getragen werden, von Religionsgemeinschaften, von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
Trotzdem galten die Förderwerke lange als sozial exklusive Veranstaltung: kaum Stipendiaten aus Nicht-Akademikerfamilien, wenige Kinder von Einwanderern. Vor gut zehn Jahren dann das Umdenken, besonders beim mit Abstand größten Förderwerk, der Studienstiftung des Deutschen Volkes: ...
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