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Das Ceterum Censeo der Kultusminister

Wer die letzte Seite des gestern an die Regierungschefs geschickten Schulöffnungskonzepts der KMK noch einmal genau liest, lernt viel über das Denken der Bildungspolitiker in der Krise.

MIT EINEM TAG ABSTAND verdient der Ausblick im gestern von den Kultusministern verabschiedeten " Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in Schulen " noch einmal Beachtung, vor allem die allerletzte Seite, auf der die Bildungsminister sechs Punkte aufgeschrieben haben, die nach ihrem eigenen Eingeständnis "über den Auftrag der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten" hinausgehen. Doch wollten sie "zusammenfassend... für die weiteren Schritte Folgendes" festhalten, schreiben die Bildungspolitiker, und was dann kommt, klingt wie ihr ungefragtes, aber tatsächlich entscheidende "Ceterum Censeo".

Punkt 1 bezeichnet "das Recht auf Bildung aller Schüler und die Wahrung der Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit" als "von zentraler Bedeutung". Im nächsten, ebenfalls noch zu diesem Punkt gehörenden Satz kommt die Einschränkung: Gleichwohl hätten der Infektions- und Gesundheitsschutz aller Schüler "sowie der Lehrkräfte und des weiteren Personals an Schulen höchste Priorität." Dies müsse Maßgabe für alle weiteren Schritte sein, schreiben die Kultusminister. Fakt bleibt aber, dass sie das Recht auf Bildung und die Chancengleichheit noch davor, im ersten Satz und als "zentral" erwähnt haben. Was zeigt, dass ...

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