Was die Hochschulen für die Schulen tun können
Viele Schulen fühlen sich von der Politik allein gelassen. Sie müssen den Unterricht neu organisieren und Lernrückstände aufholen. Aber wie soll das gehen? Auf jeden Fall nur, wenn sie mit der Wissenschaft zusammen- arbeiten. Ein Gastbeitrag von Beatrix Busse und Myrle Dziak-Mahler.

KAUM EINE POLITISCHE ENTSCHEIDUNG fällt in der Corona-Pandemie, ohne dass nicht mit Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung eines Forschers oder einer Forscherin argumentiert wird. In den Medien erfahren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Aufmerksamkeitsboom. Wissenschaftliche Experten treten in Talkrunden auf, Wissenschaftspodcasts sind gefragter denn je.
Auch in der Frage von Kita- und Schulschließungen stützten sich die Regierungen von Bund und Ländern auf Expertenmeinungen, vor allem auf ein Gutachten der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina. Die Leopoldina sah darin notwendige Funktionen von Schule außer Kraft gesetzt und plädierte für eine schrittweise Öffnung der Schulen. Ein anderes Gutachten, das vier Professoren der Helmholtz-Gemeinschaft vorlegten, warnte hingegen vor einer verfrühten Öffnung.
Schauen wir uns die Lage an den Schulen genauer an. Viele Schulen fühlen sich bei der Umsetzung der politischen Entscheidungen, sowohl der überstürzten Schließungen als auch den stufenweisen Wiederöffnungen, von der Politik im Stich gelassen. Sie müssen den Unterricht neu ...
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