Zahl der BAföG-Empfänger sank 2019 weiter
Das Statistische Bundesamt meldet insgesamt 47.000 weniger Empfänger als 2018 – das entspricht einem Minus von sechs Prozent. Bundesbildungsministerin Karliczek hatte vergangenes Jahr eine "Trendwende" ausgerufen. Kritik kommt auch vom Koalitionspartner.
"DIE TRENDWENDE IST EINGELEITET", verkündete Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), als am 1. August 2019 die jüngste BAföG-Reform in Kraft trat. "Über 100.000" zusätzlichen Beziehern der Ausbildungsförderung erwartete ihr Ministerium bis 2021.
Heute hat das Statistische Bundesamt die BAföG-Zahlen für 2019 veröffentlicht, und damit ist klar: Der Weg, um diesen Zielwert zu erreichen, ist noch weiter geworden. Denn tatsächlich ist die Zahl der geförderten Studierenden und Schüler vergangenes Jahr sogar um nochmals 47.000 auf nur noch 680.000 gefallen, das entspricht einem Rückgang um weitere 6,4 Prozent. 2012 hatte es noch rund 959.000 Geförderte gegeben, das Minus seitdem: mehr als ein Viertel.
Bei den langfristig besser vergleichbaren monatlichen Durchschnittszahlen war der Rückgang zum Vorjahr ebenfalls erneut heftig. Statt den 467.000 jungen Menschen in 2018 wurden 2019 nur noch 435.000 bei Studium und Schulausbildung unterstützt.
Bei den Studenten sank die Zahl der Geförderten im Vergleich zu 2018 um gut 5,5 Prozent, bei den Schülern sogar um 8,7 Prozent.
Zum 1. August 2019 hatte die Bundesregierung die ...
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