Wann machen die Schulen wieder auf?
Je näher die Entscheidung der Regierungschefs zu einer möglichen Lockdown-Verlängerung rückte, desto heftiger wurde in den vergangen Tagen auch über Kitas und Schulen diskutiert. Eine Zusammenstellung wichtiger Äußerungen, Ankündigungen und Vorschläge.
DASS DIE REGIERUNGSCHEFS von Bund und Ländern bei ihrer Videoschalte am Dienstag den Lockdown verlängern werden, gilt als sicher. Die Frage ist: Für wie lange und ab wann gibt es möglicherweise Lockerungen bei den Bildungseinrichtungen?
Einige Länder wollen laut Nachrichtenagentur dpa vorerst eine Lockdown-Verlängerung um zwei Wochen, besonders stark vom Pandemiegeschehen betroffene Länder dagegen drei Wochen. Letztere sind auch zurückhaltender in Bezug auf Kitas und Schulen, so habe es sich bei einer Videoschalte der Staatskanzlei-Chefs am Sonnabendvormittag gezeigt.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte am Sonntag, es könne in seinem Bundesland derzeit keine Erleichterungen geben. "Es ist zu früh, die Maßnahmen zu beenden. Das Infektionsgeschehen ist weiterhin viel zu hoch. Die Maßnahmen werden daher bis zum 31. Januar verlängert." Und wahrscheinlich noch verschärft: Geht es nach Ramelow, soll das Thüringer Kabinett ähnlich wie in Sachsen eine Begrenzung der Bewegungsfreiheit auf einen 15-Kilometer-Radius um den Wohnort beschließen.
Ramelows Brandenburger Amtskollege Dietmar Woidke (SPD) sagte schon vergangene Woche im rbb , er gehe davon aus, dass der Distanzunterricht an den Schulen bis zum Start der Winterferien am 1. Februar bestehen bleiben werde. Gemeinsam mit den Ländräten habe die Landesregierung zudem beschlossen, "da wo es hohe Inzidenzen gibt, soll es auch möglich, sein Kitas zu schließen."
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte der Welt am Sonntag, die Infektionslage gebe "keinen Grund zur Entwarnung". Allerdings sagte er laut Tagesspiegel auch, er wolle generell erst einmal wissen, auf welche Datengrundlage der Bund seine Position bei Lockdown und Schulschließungen stützt.
Ähnlich äußerte sich auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Er erwarte, "dass der Bund darlegt, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beziehungsweise Datengrundlage er eine weitere pauschale Schließung von Kitas und Schulen fordert und wie er sich vorstellt, dass damit die wesentlichen Funktionen der Grundversorgung und medizinischen Behandlungskapazitäten aufrechterhalten werden sollen", sagte Tschentscher laut Welt am Sonntag .
Allerdings hatte der Hamburger Senat hatte bereits vergangene Woche beschlossen, dass die ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen