Was von der Priorität übrigbleibt
Kinder und Jugendliche wurden im Lockdown besonders eingeschränkt. Doch beim Drang der Regierungschefs, jetzt möglichst viel möglichst schnell zu öffnen, drohen die Interessen der jungen Generation in den Hintergrund zu geraten.

Wo ist ihre Perspektive? Viele ältere Schüler dürften noch lange zu Hause hocken.
Bild: Free-Photos / Pixabay.
MACHEN DIE REGIERUNGSCHEFS von Bund und Ländern heute Nachmittag die nächsten Lockerungsübungen? Ihre Statements der vergangenen Tage lassen darauf schließen, ebenso erste Entwürfe der Beschlussvorlage für ihre Sitzung, die seit gestern kursieren.
Wie aber passt das eigentlich mit der lange demonstrativ hochgehaltenen Devise "Follow the Science" zusammen? Die Kurve der Corona-Neuinfektionen zeigt nach oben, viele Experten und die Kanzlerin rechnen mit der dritten Welle, doch die Ministerpräsidenten beeindruckt als Argument mehr die "Corona-Müdigkeit" in der Bevölkerung – die wiederum das Virus weniger beeindrucken dürfte.
Von "intelligenten Öffnungsschritten" ist die Rede, von Massentests, die das Öffnen sicherer machen sollen. Was für Kitas und Schulen überfällig und unabdingbar ist, hat, sobald über Restaurants oder den Einzelhandel geredet wird, das Zeug zum Pandemie-Beschleuniger: Solange die Zahlen steigen und die Impfgeschwindigkeit nicht dramatisch zulegt, wird durch die Debatte über Massentests ein zusätzlicher Pandemie-Spielraum suggeriert, der gar nicht da ist.
Was ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen