Bye bye Britain?
Die Zahl der deutschen Studienanfänger in Großbritannien ist um 50 Prozent eingebrochen, meldet der britische Zulassungsservice. Was das mit dem Brexit zu tun hat und warum ausgerechnet der Erasmus-Austausch noch floriert, sagt Stephan Geifes vom DAAD.

Stephan Geifes ist Direktor der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst. Foto: DAAD.
Herr Geifes, die Zahl der deutschen Studierenden an britischen Universitäten sinkt rasant. Laut Universities & College Admissions Service (UCAS) haben zum Herbstsemester nur 820 Deutsche einen neuen Studienplatz an einer britischen Hochschule erhalten – halb so viele wie die 1650 vor einem Jahr. Ist der Brexit schuld?
Natürlich hat der Brexit damit zu tun. Aber ich warne davor, die vom UCAS angegebenen Zahlen als Abbild des gesamten Studierendenaustausches mit dem Vereinigten Königreich misszuverstehen.
Wie meinen Sie das?
Der UCAS gibt die Zahl der sogenannten "degree-seeking students" an, die sich für ihr gesamtes Studium im Land einschreiben. Sie machen jedoch nur einen Teil der deutschen Studierenden im Vereinigten Königreich aus. Über Erasmus kommen weitere 5000 pro Jahr, und nochmal 1000 gehen mit dem DAAD auf die Insel. Sie bleiben nicht für das ganze Studium, sondern für ein oder zwei Auslandssemester, und bei ihnen ist die Nachfrage ...
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