Kein Wumms, nur teilweise ein Paradigmenwechsel – und trotzdem viel Erleichterung
Die Bund-Länder-Einigung auf Eckpunkte für das Startchancen-Programm gibt Hoffnung auf etwas mehr Bildungsgerechtigkeit und zeigt, dass der Bildungsföderalismus noch handlungsfähig ist. Die Ambitionen von einst sind allerdings nur noch in Teilen übrig.

Startbahn des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof.Foto: Sören Kusch , CC BY-SA 3.0 .
AUCH WENN ES bis unmittelbar vor der offiziellen Verkündung der Eckpunkte-Einigung im Hintergrund noch ordentlich Hakeleien gab und das Wording der Einladung zur Presskonferenz zunächst nur von einer Einigung der Verhandlungsgruppe aus vier Länder und BMBF sprach: Mit etwas Abstand betrachtet könnten sich zumindest in der Bildungspolitik heute alle ein wenig als Gewinner fühlen. Zugleich wissen alle, Bund wie Länder, dass die glänzend-hochtrabenden Startchancen-Ambitionen früher Ampeltage nur noch in Teilen übrig sind.
Das BMBF ist den Ländern weit entgegengekommen. Sei es beim Verzicht auf ein Artikelgesetz (was ihm bei den Abgeordneten der Ampel-Koalition noch Ärger machen könnte) oder bei der extrem großzügigen Anrechenbarkeit bereits bestehender Maßnahmen der Länder auf die Kofinanzierung. Und schon länger bei der Verteilung der Bundesgelder auf die Länder: Ursprünglich wollten die Ampel und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)möglichst ganz weg von der Gießkanne, jetzt werden 60 Prozent der Programmmittel per ...
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