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Exzellenz für immer?

Der Wissenschaftsrat hat sich zur Zukunft langjähriger Exzellenzcluster positioniert und setzt dabei auf einen Mittelweg.

ES IST EIN KLUGER LÖSUNGSVORSCHLAG für ein Problem, das die Wissenschaftspolitik schon lange umtreibt. Was tun mit langjährigen Exzellenzclustern, die innerhalb ihrer Universitäten eine besondere, ja tragende Rolle spielen und die, wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) es formulierte, "profilgebend für den Universitätsstandort und von überregionaler Bedeutung sind"?

Die Frage ist mindestens so alt wie die Fortsetzung der Exzellenzinitiative, die Exzellenzstrategie. Die ExStra sollte zwar den vorher zeitlich begrenzten Wettbewerb auf Dauer stellen, und auch von einer quasi-institutionellen Förderung für Exzellenzuniversitäten war die Rede, beides ermöglicht erst durch die Änderung des Grundgesetz-Artikels 91b im Jahr 2014. Doch gleichzeitig beruht auch die Exzellenzstrategie auf dem Prinzip des Wettbewerbs und der immer neuen – in den meisten Fällen wissenschaftsgeleiteten – Bestenauslese.

Beim Wechsel von Exzellenzinitiative zu Exzellenzstrategie spielten Bund und Länder auf Zeit, indem sie ExIni-Clustern erlaubten, sich im selben Themenfeld, aber unter neuem Namen für die ExStra neu zu bewerben. Allerdings, so die damalige Festlegung, sollte nach zwei weiteren Förderperioden Schluss sein. Das Auswahlverfahren für Periode 2 läuft gerade. Höchste Zeit also zu entscheiden, wie es danach weitergeht.

Deshalb hatte die GWK im Sommer ...

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Kommentare

#1 -

Gernot Nimmweg | Sa., 27.04.2024 - 13:49
Am besten wäre der totale Abschied von diesem Instrument.
Wenn man sich die Art und Weise der Vor-Begutachtung der
diesjährigen Exz-Cluster und mit der von SFB und GRK vergleicht, muß einem Angst und Bange um letztere werden. Bei den Standard-Instrumenten der DFG hat man wenigstens den Eindruck der gründlichen fachlichen Bewertung. Hinzu kommt bei der sogenannten Exzellenz-Initiative die unselige politische Einflussnahme.

#2 -

Lothar Zwanzig | Mi., 08.05.2024 - 15:11
@Nimmweg: Bei aller Sympathie zu den Überlegungen; es geht doch keineswegs, daß die für viele Einrichtungen und Kolleginnen resp. Kollegen wichtige Beteiligung an der Exzellenz-Initiative unterschätzt wird. Vielleicht müßte der
Finanzminister hier den Rotstift ansetzen, wenn es anders nicht geht. Leider ...

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