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Erfolgreich heruntergedimmt

Wie soll Deutschland auf die Bedrohung von Demokratie und Wissenschaftsfreiheit in den USA reagieren? Cem Özdemir hatte die Spitzen der Wissenschaftsorganisationen erneut zum Gespräch gebeten und präsentierte danach eine Erklärung, die Schluss machte mit der Krisengewinn-Rhetorik.

Einreiseschalter der US Immigration an einem amerikanischen Flughafen.

US-Grenzkontrollen (Symbolfoto). Quelle: www.rawpixelcom, CCO .

ES IST ein unspektakulärer Text. Und genau das ist die gute Nachricht. Zum zweiten Mal nach Ende Februar hat sich der inzwischen nur noch geschäftsführende BMBF-Chef Cem Özdemir (Grüne) am Dienstag und Mittwoch mit Spitzen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen getroffen, und dieses Mal verabschiedete man eine gemeinsame Erklärung zur "Wissenschaftsfreiheit und Stärkung der Forschungsstandorte Deutschland und Europa". Und auch wenn weder im Text selbst noch in der zur Begleitung versandten Pressemitteilung die USA namentlich erwähnt wurden (warum eigentlich nicht?), waren die dortigen Entwicklungen der eigentliche Anlass und Gegenstand von Treffen und Erklärung.

Zuerst zum Text selbst . Eine freie Wissenschaft gehöre "zum Kern liberaler, demokratischer Gesellschaften", beginnt der Einseiter. Eine an Erkenntnisgewinn und Fakten orientierte Wissenschaft sei ohne Freiheit nicht denkbar. "Es ist daher in höchstem Maße besorgniserregend, dass die Freiheit der Wissenschaft in verschiedenen Regionen der Welt zunehmend unter Druck gerät." Die Freiheit der Wissenschaft und der freie internationale Austausch seien entscheidende Grundlagen für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt.

Die entscheidenden Sätze stehen ...

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Kommentare

#1 -

silia | Mo., 31.03.2025 - 15:25
""zum einen das Wissenschaftssystem in den USA schwächen und zum anderen der transatlantischen Zusammenarbeit dauerhaft schaden, indem es das vorhandene Vertrauen zerstört." Man kann nur zerstören, was nicht schon zerstört ist. Wenn jemand aus den USA nach Deutschland kommt, der auch noch wirklich gut ist (und sich nicht nur gut verkaufen kann), dann sollte man den gerne nehmen. Es werden ja in den USA die Wissenschaftler bevorzugt ins Visier genommen, die keine US-Nationalität aufweisen.

#2 -

Wolfgang Kühnel | Fr., 28.03.2025 - 15:15
Gegen die Aufnahme von US-Wissenschaftlern wurde schon genannt, dass die meist nicht Deutsch sprechen. Aber es gibt bekanntlich viele Deutsche, die Professuren im Ausland gesucht und gefunden haben, weil es in Deutschland zu wenige gab. Denen könnte man doch jetzt ein Angebot machen. Es gab sogar mal ein offizielles "Rückgewinnungsprogramm" des DAAD, aber ich lese jetzt, das sei "ausgesetzt". So ist das: vollmundige Ankündigungen, aber alsbald ist dann kein Geld mehr da.

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