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"Das darf nicht noch einmal passieren"

Die "Zukunftsstrategie" sollte die Innovationspolitik der gesamten Bundesregierung neu ausrichten – und endete als BMBF-Strategie, die für die anderen Ministerien kaum eine Rolle spielte. Wie kann, wie muss Schwarz-Rot es besser machen? Ein Interview mit Tanja Brühl.
Porträtfoto der Präsidentin der TU Darmstadt.

Die Politikwissenschaftlerin Tanja Brühl  ist seit 2019 Präsidentin der TU Darmstadt und war neben Ex-BDI-Chef Siegfried Russwurm und Wolfgang Rohe, dem Geschäftsführer der Stiftung Mercator, eine der Vorsitzenden des 21-köpfigen "Forums #Zukunftsstrategie", das im Auftrag der Bundesregierung deren Umsetzung begleiten sollte. Foto: TU Darmstadt.

Frau Brühl, mit der " Zukunftsstrategie Forschung und Innovation " wollte die Ampelkoalition die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung bis 2025 neu ausrichten. Ist ihr das gelungen?

In Teilen. Es war ein sehr ambitioniertes Projekt, das Berliner Silo-Denken aufzubrechen, über alle Bundesministerien hinweg einen missionsgetriebenen Ansatz zu verfolgen und die Umsetzung begleiten zu lassen von einem Forum, in dem Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gleichberechtigt an einem Tisch saßen. Ein so grundsätzlicher Kulturwandel konnte nicht in der knappen Zeit gelingen. Aber erste Schritte sind gemacht.

Sie äußern sich recht diplomatisch. Wenn man die neulich veröffentlichten Empfehlungen des "Forums #Zukunftsstrategie" liest spürt man da doch eine Menge Frustration zwischen den Zeilen.

Nicht Frustration, sondern den intensiven Wunsch, aus dem Zukunftsstrategie-Prozess die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das bezieht sich vor allem auf das Prinzip der Missionsorientierung, das wir beibehalten sollten. Und auf die Rollen der Beteiligten, auf die gegenseitigen Erwartungen und die Zeithorizonte. Da herrschte an vielen Stellen Unklarheit. Eine neue Bundesregierung wird wieder eine Forschungs- und Innovationsstrategie aufsetzen, und an sie richten sich unsere Empfehlungen.

 

"Früher hieß das Kind "Hightech-Strategie", jetzt heißt es Zukunftsstrategie, und im Sondierungspapier taucht der Begriff "Hightech-Agenda für Deutschland" auf. Ganz ehrlich:Die Namen sind mir egal, solange inhaltlich lange Linien verfolgt werden."

 

Schon wieder eine neue Strategie, alle paar Jahre wieder von vorn? Kann man das überhaupt einen strategischen ...

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