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Amerikas Schaden, Deutschlands Verantwortung

Trumps jüngster Angriff auf Harvard markiert eine neue Eskalationsstufe im Feldzug gegen die Wissenschaft. Jetzt muss die Bundesrepublik zeigen, dass sie die Freiheit von Forschung und Lehre nicht nur rhetorisch verteidigt, sondern aktiv schützt. Was das konkret bedeutet.
Flaggen am Eingangsportal des US amerikanischen Harvard University.

Widener Library der Harvard University (Symbolbild). Foto: Joseph Williams, CC BY 2.0 ,via Wikimedia Commons.

ES IST EINE ZÄSUR in einer Zeit der Zäsuren, ein noch vor wenigen Monaten unvorstellbarer Schlag gegen die Wissenschaftsfreiheit. Ein Angriff, der sich nahtlos einreiht in eine Serie von Übergriffen der US-Administration auf staatliche und gesellschaftliche Institutionen – in einer Kaltblütigkeit, Ignoranz und Brutalität, die man sich vor der Wiederwahl Donald Trumps kaum vorstellen konnte. Oder nicht vorstellen wollte.

Dass es erneut die Harvard-Universität trifft, zeigt, wie sehr sie mittlerweile in den Augen Trumps und seiner Leute zu einem Hauptgegner avanciert ist – einfach aus dem Grund, weil sie sich ihnen nicht beugen will. Weil sie, personifiziert durch ihren Präsidenten Alan M. Garber, weiter glaubt an die Werte von Aufklärung, Liberalismus und Freiheit im Denken, Forschen und Handeln – und weil sie zu diesen Überzeugungen auch die finanziellen Ressourcen hat, sich Trump öffentlich in den Weg zu stellen.

Am Donnerstag berichtete zuerst die New ...

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