Die HRK tut sich selbst einen Gefallen
Nach dem Ärger um ein durchgefallenes Beschlusspapier zur "Situation von Frauen auf Karrierewegen" veröffentlicht die Hochschulrektorenkonferenz nun eine fast gleichlautende Version.
ERINNERN SIE SICH an den Eklat in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), über den ich Ihnen vergangene Woche berichtete ? Über ein Papier mit dem Arbeitstitel "Stellungnahme der HRK zur Situation von Frauen auf Karrierewegen an deutschen Hochschulen", das nach heftiger Debatte durchgefallen war?
Alles halb so wild, sagten einige der Teilnehmenden danach. Die Berichte, die aus der nichtöffentlichen Sitzung nach außen getragen wurden, seien übertrieben, einseitig und unnötig emotional gewesen. Schließlich habe man sich ja anschließend auf eine nachträgliche Bearbeitung des Papiers durch die HRK-Geschäftsstelle und seine Veröffentlichung geeinigt.
Habe ich mit meinem Blog etwas angestachelt, das sonst gar nicht da gewesen wäre? Von wegen, sagen andere, die in Jena dabei waren. Der Ärger und der Frust seien groß gewesen, einige der gefallen Äußerungen hätten, so unerträglich sie gewesen seien, zugleich sehr klar gemacht, dass die Hochschulen ein grundsätzliches Problem hätten. Und die Hochschulleitungen auch. Weshalb der Gang in die Öffentlichkeit so wichtig gewesen sei.
Wie dem auch sei, am Dienstag hat die HRK die bearbeitete Version des Papiers veröffentlicht, wie in Jena ...
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Kommentare
#1 - Der entscheidende Absatz lautet also jetzt: "Mittel- und…
Da kann man den Fakultaeten nur noch zurufen: Berufen wird nach Leistung! Das steht in den Hochschulgesetzen. Und wenn die Universitaetsleitungen tatsaechlich gegen Leistungsberufung agieren, muss man dafuer sorgen, dass es gehaeuft zu Konkurrentenklagen kommt. Das ist leicht erreichbar. ...
#2 - Ich persönlich finde den Unterschied ganz entscheidend -…
Ich persönlich finde den Unterschied ganz entscheidend - die Entfernung des Wortes "fächerübergreifend ".
Das hatte ich so gelesen, dass man 50:50 in allen Fächern will. Ohne das Wort heißt der Satz aber, dass man 50:50 über alle Professuren hinweg will, was nicht ausschließt, dass es in irgendeinem Fach A mehr Professorinnen gibt, wenn es dafür in irgendeinem Fach B proportional mehr Professoren gibt.
Das erste (insgesamt 50:50) finde ich sehr plausibel; man muss dazu glauben, dass Frauen / Männer *prinzipiell* gleich gerne ProfessorIn werden, es aber geschlechtsspezifische Fächervorlieben geben darf. Das zweite (in jedem Fach 50:50) dagegen leuchtet mir ...
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