Informatik, Finanzen oder Glück: Was sollen deutsche Schüler lernen?
Unser Bildungssystem muss neue Lerninhalte aufnehmen. Das könnte auf Kosten der kulturellen Bildung gehen. Und auch der Lehrermangel sollte beim Ruf nach neuen Schulfächern nicht vergessen werden.

NATÜRLICH ERGIBT die Maßnahme jeden Sinn. Mit dem Saarland startet das nächste Bundesland vom kommenden Schuljahr an mit Informatik als verpflichtendem Schulfach für alle ab Klasse 7. Vor dem rasanten Aufstieg des KI-Sprachgenerators ChatGPT hätte die Bildungspolitik das Thema vielleicht noch aussitzen können.
Doch fordern nicht nur Mint-Verbände die flächendeckende Einführung, sondern zum Beispiel auch die einflussreiche Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz. Womit klar ist: Das Pflichtfach Informatik kommt. Eher auf kurz als auf lang, und zwar überall.
Informatik, Geld und am besten noch Gesundheit, Glück und auch bitte Verbraucherschutz
Unterdessen bezeichnet Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ein eigenes Schulfach Wirtschaft als "riesige Chance". Zusammen mit ihrem Parteikollegen, Bundesfinanzminister Christian Lindner, hat sie die "Initiative Finanzielle Bildung" gestartet. In deren Zielen ist zwar nicht explizit von einem (Pflicht-)Fach Wirtschaft die Rede, dafür aber von der Erarbeitung einer Finanzbildungsstrategie für Deutschland.
Auch die wäre überfällig: Die Deutschen sparen viel, legen ihr Geld aber im internationalen Vergleich zu miesen Renditen an. Und wie klagte ...
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Kommentare
#1 - Ich würde mir erstmal eine Diskussion wünschen was "weg"…
Die immerwährenden Forderungen was alles noch zusätzlich gelehrt werden sollte, bei gleichzeitigem Lehrkräftemangel ist nicht zielführend.
Es gibt sehr vieles was fächerübergreifend gelehrt werden könnte. Alleine da gäbe es extrem hohe Synergieeffekte.
Ebenso finde ich den religionsgebundenen Religionsunterricht überflüssig. Ein Fach wie Ethik in dem dann Religionskunde und Werte vermittelt werden können, wäre zeitgemäßer - und würde dem Verständnis für andere Religionen sehr zugutekommen (anders gesagt, Konflikte entschärfen!) Wer sich intensiver mit seiner eigenen Religion beschäftigen will, findet mannigfaltige Angebote in den Kirchengemeinden.
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