Wie viele Studenten wirklich abbrechen
Das Statistische Bundesamtes liefert erstmals präzise Daten zu Studienabbrüchen. Ein entscheidender Schritt, um die Hochschulbildung zu verbessern und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

DASS DEUTSCHLAND ein Statistikproblem hat, ist Politik und Öffentlichkeit spätestens in der Pandemie drastisch vor Augen geführt worden. Das Fehlen grundlegender Daten zum Zustand der Bevölkerung, einfach weil sie nicht erhoben wurden, erschwerte informierte Entscheidungen über geeignete Corona-Gegenmaßnahmen, wo sie besonders gut gerechtfertigt werden mussten. Wie lange der Aufbau der für Sammlung und Analyse notwendigen Strukturen dauert, aber auch wie erhellend ihr Einsatz ist, zeigt jetzt ein Blick in die Hochschulen.
2016 beschloss der Bundestag eine Novelle des Hochschulstatistikgesetzes. Nachdem sich ein Vierteljahrhundert lang keine Regierung mehr drangetraut hatte – aus Angst vor einer Debatte über den vermeintlich gläsernen Studenten? Jedenfalls war die deutsche Ahnungslosigkeit in ihren Ausmaßen einzigartig in Europa: Wie viele Doktoranden gab es? Keine Ahnung, wurde nicht erhoben. Wie viele Studenten brachen ihr Studium ab, in welchen Studiengängen, an welchen Hochschulen? Können wir nur schätzen, sagten die Hochschulforscher.
Jetzt, acht Jahre später, hat das Statistische Bundesamt auf der Grundlage der damals ermöglichten Studienverlaufsstatistik erstmals eine exakte Abbrecherquote nach drei Hochschulsemestern berechnet. Sie beträgt über alle ...
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Kommentare
#1 - Endlich! Das war bislang für Analyse und Maßnahmenplanung…
#2 - Vielleicht weiss es jemand: Erfasst die Statistik auch, ob…
Vielleicht weiss es jemand: Erfasst die Statistik auch, ob Uni-Studierende an Fachhochschulen wechseln? Zählt dass dann als "Abbruch"?
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